Plattenkritik

Dead Shape Figure - Opus Victoria

Redaktions-Rating

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Release Date: 21.02.2014
Datum Review: 29.01.2014

Dead Shape Figure - Opus Victoria

 

Ich muss gestehen, dass erste was mich in der Bio der Band ansprang waren die Touren mit u.a. ICED EARTH, TURISAS oder CRADLE OF FILTH. Alles drei Bands um die ich für gewöhnlich einen großen Bogen mache. Dieses ganze Pagan/Viking/Folk(was auch immer)Metal ist einfach nicht meine Baustelle. Und genau diese Art von Musik befürchtete ich, als ich den OPUS VICTORIA Stream startete. Schon bei den ersten Tönen wird klar, dass ich meine Vorurteile über finnischen Metal-Bands über Bord werfen muss. DEAD SHAPE FIGURE verzichten zum Glück auf Vikinger-Fantasien und den stereotypen Sound den man bei solchen Bands erwartet und setzen im Großen und Ganzen auf straighten Thrash-Metal mit viel Abwechslung. Allerdings entfaltet sich die Platte für mich erst in der Mitte des Albums. Der Opener „Break While Speeding“ zeigt schon mal die Richtung an in die es geht: Nach vorne und zwar verdammt schnell und heavy. Der zweite Track, „Hurtsong“ kann dann mit einem starkem Refrain aufwarten, aber alles in allem sagt mir der Gesang von „Galzi“ eher nicht zu. Klingt dieser doch einfach zu theatralisch und epochal in meinen Ohren. Die nächsten vier Songs gingen bei mir dann völlig vorbei ohne auch nur irgendwelche nennenswerten Erinnerungen zu hinterlassen, was bei dem ordentlichen Start eigentlich schade ist. Mit „To The Proper Vandal“ und „In Robes Of Bullshit“ haben DEAD SHAPE FIGURE dann aber zwei echt Thrash-Metal Kirschen dabei, die einem die Ohren schlackern lassen. Ersterer kann mit einer durchgängig richtig geilen Bass-Line und einem fetten Solo überzeugen und „In Robes Of Bullshit“ (Vorsicht bescheuerte Phrase) macht einfach keine Gefangenen. Ein kurzes Intro wird nach gut 20 Sekunden von einem dermaßen dicken Riff abgelöst und dann von einem Thrash-Gewitter niedergerollt, dass einem sofort eine Kutte aus dem Rücken wächst und der Kopf nicht mehr aufhört zu kreisen. Nach diesem grandiosen hoch, klingt der Rest des Albums leider wieder ein bisschen fad. Also halte ich mich an das alte klingonische Sprichwort: „Man soll aufhören wennʻs am schönsten ist“, und beende meinen Ausflug in finnische Gefilde. Ein paar Songs werden wohl für ein paar Wochen auf meinem iPod verweilen, zum einen weil es einfach verdammt guter Metal ist und zum anderen um mich dran zu erinnern das finnischer Metal nicht immer in Kostümen daher kommt.

1. Break While Speeding
2. Hurtsong
3. Fake Kings Day
4. Epimenides
5. Wranglers
6. Of Light And Uncanny Matter
7. To The Proper Vandal
8. In Robes Of Bullshit
9. Sole Rendition
10.Perdition Receiver

Alte Kommentare

von quarko 07.02.2014 09:30

aiaiai. Es ist schwierig das Review ernst zu nehmen wenn gleich im ersten Abschnitt Iced Earth und Cradle of Filth in den Pagan/Viking/Folk-Topf geworfen werden und bei der einzigen Nennung des Albumtitels dieser auch noch falsch ist...

von Jonas 09.02.2014 19:29

Naja als Redakteur bekommt man nicht immer sein Lieblingsgenre zugewiesen und kann dann auch mal in die falsche Schublade greifen. Und Operation Victoria stand im Promo-Text der Promoagentur also mal durchatmen.

von quarko 11.02.2014 11:03

klar du bekommst nicht immer dein lieblingsgenre, aber beide fehler wären mit 5-10 min rechereche zu vermeiden gewesen. und als schreiberling sollte man soviel zeit mal investieren um vlt das ein oder andere gegenzuchecken, vor allem wenn es nicht dein genre ist.

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Jonas

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