Plattenkritik

Dealer - Backdoor Business

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Release Date: 03.03.2006
Datum Review: 24.07.2006

Dealer - Backdoor Business

 

Die Klischeesammlung „Sex, Drugs and Rock and Roll“ ist wieder schwer im kommen, ob nun MÖTLEY CRÜE - Hörbücher oder H&M-Shirts man wird permanent mit der Utopie, des Rock and Roll – Lifestyles konfrontiert. Auch Dealer springen auf diesen Zug auf und in ihrem aktuellem Album „Backdoor Business“ haben die fünf Linzer so ziemlich jedes musikalische Rockklischee verbraten , was die letzten 30 Jahre Rockgeschichte hergeben. So sollte eigentlich jeder Rockfan, der sich gerne an die glorreichen Zeiten von DEEP PURPLE oder die Coolness von MÖTLEY CRÜE erinnert fühlt, bei „Backdoor Business“ ins Schwärmen geraten.

Tatsächlich werden dies vermutlich nur die Wenigsten, denn leider erreichen Dealer weder musikalisch noch, was Originalität betrifft auch nur annähernd das Niveau, der eben genannten. An dieser Stelle muss gesagt werden, dass gerade Bands, wie MÖTLEY CRÜE, sicher keine Virtuosen an ihren Instrumenten gewesen sind, doch zu ihrer Zeit zumindest Unikate waren. Im Falle von DEALER ist das selbstauferlegte Image natürlich auch als eine art Satire oder Hommage zu verstehen, trotzdem fehlt mir das gewisse Quäntchen Ideenreichtum und Unvergleichbarkeit, welche die CD für mich gut gemacht hätte. DEALER versuchen krampfhaft einen bestimmten Spirit, über ihre Musik und ihr Auftreten zu transportieren, ohne wirklich ideenreich zu sein. Folglich werde ich in Zukunft weiterhin zu den Klassikern greifen, wenn mich das Rockfieer packt und „Backdoor Business“ muss ich leider eher unter „seicht“ statt „spannend“ verbuchen.


Tracklist:

01 – Rocky Monday
02 – Clear Black Night Confession
03 – Cocaine Woman
04 – Aces and Hearts
05 – Desperado Romeo
06 – Candy Man
07 – DR. Dealgood
08 – Big Cups And Refills
09 – Comes The Man
10 – Death Is Just A Snakebite
11 – Back In The Saddle

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Johannes

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