Plattenkritik

Dear Euphoria - S/T

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Release Date: 22.10.2007
Datum Review: 25.02.2008

Dear Euphoria - S/T

 

Da ist sie wieder, diese nordische, verträumte Musik, das behornbrillte „Quiet ist the new loud“ – der sanfte Protest, der so brüsk niedergemacht wurde, von großspurigem MANDO DIAO Hipstergetue. Wie schön, dass der neue, alte Sanftmut noch überlebt hat in Form von DEAR EUPHORIA. Elina Johansson klingt zwar keine Spur euphorisch, lebensbejahend oder sonst besonders glücklich, aber dafür kommt die junge Pianistin sehr gelegen für den derzeitigen Trend. Nur mag sie nicht ganz reinpassen in das Bild der verletzlichen wie starken FEIST und CAT POWER.

Eher ist Johansson ein Album vom Schlage einer BAT FOR LASHES gelungen. Nur vermittelt DEAR EUPHORIA ihren Weltschmerz nicht über Bilder von Zauberern, Filmzitaten und Samplerbeats, sondern mit minimalem Piano wie vor kurzem PJ HARVEY. Stellenweise ist das schon fast wie ein DUKE SPECIAL ohne Band in Moll
Nur kurz verfällt sie in schwermütigen Blues („Not Meant To Have It“) – der ihr so gar nicht steht. Es sind nicht einmal die Dinge die Johansson singt, es ist die Stille, die den Raum ganz und gar für sich einnimmt.

Tracks:

1. Snow
2. Something Great
3. Falling Behind
4. Oh, The Softness
5. Able
6. If I Had The Voice
7. Awaiting
8. Glorious Laughter
9. Naked Before You
10. Not Meant To Have It
11. Love Will Make Us Grand


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Dennis

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