Plattenkritik

Death Angel - Relentless Retribution

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Release Date: 03.09.2010
Datum Review: 04.09.2010

Death Angel - Relentless Retribution

 

Reunion geglückt, ein überraschend überwältigendes „The Art Of Dying“ mit eingehämmert, Touren gefahren und jetzt, jetzt natürlich – nach nun 3 weiteren Alben - irgendwo auch wieder eingelebt. DEATH ANGEL – die etwas andere Bay-Area Thrash-Metal-Band mit den fünf Philippinen – sind jetzt wieder an dem Punkt angekommen, wo sie noch vor der Reunion waren, nämlich eben bei Album 3 (oder mittlerweile eben 6). Doch wo „Act III“ seinerzeit als unkonventionell und erfrischend anders galt, ist „Relentless Retribution“… ja, was ist es eigentlich? Man muss festhalten: DEATH ANGEL haben nicht erst seit gestern ihren Sound gefunden. Und wer diese Band kennt, der kennt ihren Sound. Und der hat sich über die Jahre zwar immer wieder etwas verändert, dennoch bleibt es eben immer dieser unverkennbare DEATH-ANGEL-Sound mit der mal fauchenden, mal leidenschaftlich singenden Stimme von Mark Osegueda sowie des mal thrashig nach vorne gehenden, mal akustisch-entspannten, mal generell etwas abdriftenden, aber immer irgendwie exotischen Songwriting. Entsprechend muss man nach mittlerweile 23 Jahren (!) Bandgeschichte pointieren, dass man mit einem neuen Album – in diesem Fall „Relentless Retribution“ - nichts mehr neues, sondern eben das was man erwartet geliefert bekommt. Auf der anderen Seite klingen DEATH ANGEL – was wohl vor allem auch der Stimme geschuldet ist – immer noch jung, ja immer noch so, als wären sie in ihren Anfangstagen – so, als hätten sie gerade erst ihren Sound gefunden. Und gäb es all diese großartigen Vorgänger noch nicht, so wäre sicher auch „Relentless Retribution“ ein großgefeiertes Ausnahmewerk. Und um das noch mal hervorzuheben: Diese Anfangstage sind gut 2 Dekaden her!

Ergo: Wie immer ein tolles, unterhaltsames, Grenzen überlaufendes und spannendes Album. Wie immer bei all dem hin und her immer noch überrascht eingängig, und wie immer eben DEATH ANGEL – und deren Sound gibt’s einfach nicht zweimal. Wer von dieser Band also nicht mehr den großen Kick erwartet, den er damals mit den ersten, oder 2004 mit dem Reunion-Album bekam, sondern einfach nur gute neue Songs dieser Band – dieses Sounds – will, der macht mit „Relentless Retribution“ sicher nichts falsch.


Tracklist:

01. Relentless Revolution
02. Claws In So Deep
03. Truce
04. Into The Arms Of Righteous Anger
05. River Of Rapture
06. Absence Of Light
07. This Hate
08. Death Of The Meek
09. Opponents At Sides
10. I Chose The Sky
11. Volcanic
12. Where They Lay

Alte Kommentare

von Frolic through the park 05.09.2010 11:18

Gestern wieder gehört, was ein Brocken von Album. Bay Area Trash wie er besser nicht sein konnte, klar Act3 war nochmal ne Steigerung,bin trotzdem mal auf die neue gespannt.

von Hellandalive 07.09.2010 12:10

Du liegst falsch, DA haben noch nie ein solches Songwriting gehabt. Opponents At Sides ist total frisch/proggig, der Gesang total anderst. So ne Nummer habe ich von Death Angel noch nie gehört. Auffällig,dass diesmal keine wesentlich Funk Anteile im Album sind... Claws In So Deep ebenfalls ne total ungewöhnliche Nummer, so auch Death Of The Meek mit sehr modernen Gitarren und einem eigenartigen Refrain. Allgemein ist die Scheibe härter als die Reunion Scheiben und der Act 3. Das THRASH WERK 2010

von El Dorado 19.09.2010 20:32

jaja, die fünf Philippinen. *g*

von Clement 06.04.2012 23:22

in der tat eines der besten thrash Alben der letzten jahre

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Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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