Plattenkritik

Death By Stereo - Death Is My Only Friend

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 07.07.2009
Datum Review: 30.01.2010

Death By Stereo - Death Is My Only Friend

 

Mit DEATH BY STEREO ist es wie mit so vielen Bands bei mir. In den frühen 00ern wurde ich aufmerksam auf die Jungs um Efrem Schulz. „Into the Valley of the Dead“ hat mich damals in meinen jungen Jahren gesanglich wie auch musikalisch umgehauen . Der Mischmasch aus cleanen Gesangparts und tiefen Frontshouts war damals auf jeden Fall etwas ziemlich neues und wirkte frisch und energievoll, aber bereits 2006 mit dem Release von „Death for Life hatte ich bedenken. Doch auch hier bekam man
melodischen Hardcorepunk mit der ein oder anderen ruhigen Minute geboten.
Was erwartet mich jedoch 2009? ist man nicht doch längst überm Zenit?

Nachdem die letzten Releases bei Epitaph veröffentlicht wurden, ist DBS nun bei I Scream Records untergekommen, unter anderem Labelheimat von Skarhead und Wisdom Chains.
Kein Major? Sind die Punk und Hardcore Wurzeln also doch einigermaßen erhalten geblieben..

Dieser Eindruck verwischt beim ersten Hördurchgang sehr schnell . Produziert wurde „Death is my only Friend„ übrigens von Jason Freese (Green Day, P.O.D) und genau für geneigte Hörer eben dieser Sparte scheint das Album zugeschnitten zu sein. Obwohl man bereits 2006 erkennen konnte dass Death by Stereo weg von ihrem anfänglichen metalbeeinflussten Punkrocksound wollen, ging das Ergebnis noch als sehr solides abwechslungsreiches Output durch. Hier geht man diesen Schritt noch ein sehr großes Stück weiter und entfernt sich so vom bisherigen Sound, dass es für bisherige Fans der Band absolut befremdlich klingen könnte.

Die Backvocals, für die DEATH BY STEREO bekannt sind, findet man hier in großem Ausmaß, sogar teilweise so stark dass sie gepaart mit der hohen Stimme von Efrem Schulz einen Großteil der Songs gehörig weichspülen. Einen absoluten Tiefpunkt erreicht man schon am Anfang mit „The Last Song“, der in dieser Art auch locker auf Dauerrotation im Radio laufen könnte. Das ist nicht sofort als schlecht anzusehen. Die große Frage die sich hierbei jedoch stellt ist: Will man das? Wo ist die Energie und das Mitreißende?
Die erste Hälfte der Platte ist deutlich im Midtempobereich anzusiedeln. Zwischendurch nimmt man jedoch etwas an Fahrt auf und erinnert mit „Wake the Dead“ an alte Zeiten.
Eine kleine Entschädigung ist das, wirkt aber auch eher als eine Kopie um zwanghaft die alten Erwartungen zu erfüllen. Diese Feststellung kann man deutlich zum Schluss der 15 Songs machen. „Fear of a Brown Planet“ und „For all my Friends“ z.B. haben Hymnencharakter, locken aber 2009 keinen Hund mehr hinterm Ofen hervor.
Natürlich ist „Death is my only Friend“ sehr gut produziert, natürlich wird man Leute finden die den neuen Sound gut finden. Sieht man das ganze jedoch aus der Perspektive von Personen die, die Band länger als 5 Jahre hören ist die anfängliche Zenit-Frage durchaus gerechtfertigt.

Tracklist:

1. Opening Destruction
2. The Ballad Of Sid Dynamite***
3. I Sing For You
4. The Last Song
5. Bread For The Dead***
6. Dead To Me
7. Forever And A Day
8. Wake The Dead
9. I Got Your Back
10. Who Should Die? You Should Die
11. We Sing Today For A Better Tomorrow
12. D.B.S.F.U.***
13. Welcome To The Party
14. Fear Of A Brown Planet
15. For All My Friends (The Unity)

Alte Kommentare

von Gandhi 04.04.2012 16:43

Saustarkes Album, glaubt dem Reviewer kein Wort, der is' bloß hängengeblieben !

Autor

Bild Autor

Fabian W.

Autoren Bio

living the simple way

Suche

Social Media