Plattenkritik

Deez Nuts - Bout It

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Release Date: 05.04.2013
Datum Review: 28.03.2013

Deez Nuts - Bout It

 

Es ist wieder soweit. JJ Peters und seine Buddys sind zurück. Die Rede ist natürlich von DEEZ NUTS und seinem New York-markierten Party-HC. Der angesagte Sound der Mailorderabhängigen, der selbst den kleinsten Wicht mit Rieseneiern ausstattet und ihn zu einem wahren Pitmonster mutieren lässt. Ganz nach dem Motto „was schon bei AEROSMITH und RUN DMC vor über zwanzig Jahren bestens funktionierte, wird auch bei uns schon irgendwie hinhauen“ wird hier wieder der großspurige Crossover samt Mittelfinger aus den Boxen geprügelt. Doch der neue Coup „Bout It“ schöpft komplett aus den Vollen, und haut den Fullcapbirnen wesentlich mehr Testosteron an die Rübe, als seine Vorgänger und die Klitschkobrüder im Tag Team zusammen.

Anders als auf „This One´s For You“ (2010) verzichtet der Vierer glücklicherweise auf überflüssige Schnullerbeat-Intros, und geht auf „Bout It“ mit dem gleichnamigen Titeltrack direkt auf Angriff. Bereits die ersten drei Tracks des neuen Albums haben mehr Speck in der Pfanne als das der Burgerladen um die Ecke. Was auch immer Mr Peters zu den Aufnahmen der neuen Songs im Kaffee hatte, verfehlte sicherlich nicht seine Wirkung. Gib dem Herren ein stumpfes „E“, nen simples Riff und eine gute handvoll dicker Double Bass Attacken und er bastelt daraus eine mächtige Pithymne. Dazu rollt Peters einen Vorspieler nach dem anderen aus, und bittet höflich zum Tanz. Jeder Track macht so mächtig auf dicke Hose, dass der Mosh und Groove schon aus den Hosenbeinen läuft. Klar benutzen DEEZ NUTS dabei erneut jede Menge Zitate und Gesten ihrer großen Vorredner, bringen es aber so gezielt und frisch auf den Punkt, wie aktuell kaum ein anderer. Hier wird die breitschultrige TERROR-, MADBALL-, TRC Fraktion genauso auf ihre Kosten kommen, wie auch alle anderen, die mal Fünf gerade sein lassen können. Besonders gut funktionieren DEEZ NUTS auch dann, wenn sie, wie in „Keep On“ oder „What We Eat Don`t Make YOU Shit“, in ihre Jeans Westen und High Tops schlüpfen und mit rasendem Thrash mächtig Ärsche treten. Dem Gegenüber wirkt die vorgeschickte Single „Band Of Brothers“, wie der verlauste Stiefsohn des Albums.
Lyrisch darf man natürlich auch weiterhin nicht viel von Peters und seinen Ergüssen erwarten. Speziell dann, wenn der Herr meint, etwas erzählen zu müssen, bleibt eigentlich nicht mehr hängen als das Übliche fucking fuck yourself motherfucker.
Wer darüber hinweg schmunzeln kann, bekommt neben den obligatorische Bro´Features von ARCHITECTS, MADBALL, HATEBREED, eine Produktion von Shane Frisby zu hören, die „Bout It“ deutlich mächtiger aus den Boxen stürmen lässt, als alles was Peters und Co. zuvor auf Band gebracht haben.
Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Dieses Album ist eine absolute Partybombe. Nicht mehr, aber garantiert nicht weniger.

Trackliste:
1. Bout It
2. Shot After Shot
3. Not A Face In The Crowd
4. Keep On
5 .Popular Demand
6. Go Fuck Yourself
7. Don`t Act Like You Don`t Already Know
8. What We Eat Don`t Make YOU Shit
9. Call To Arms
10. Streets Are Watching
11. Public Service Announcement
12. Unfuckwithable
13.I.D.K.W.Y.T.Y.A.B.I.K.W.D.G.A.F.A.Y.
14. Life You Live
15. True Colors
16. Band Of Brothers

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Mulder

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