Plattenkritik

Defdump - This Is Forevermore

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Release Date: 18.05.2007
Datum Review: 08.05.2007

Defdump - This Is Forevermore

 

"Klotzen statt kleckern" ist scheinbar die derzeit im musikalischen Untergrund von Luxemburg angesagte Devise. Winged Skull hat erneut ein schickes Release am Start und wie bereits vor kurzem die HOLY NATIONAL VICTIMS lassen sich DEFDUMP nicht lumpen und ziehen mit einer Doppel CD nach. "This Is Forevermore" ist der Output der Band betitelt, zu dessen Fans sich u.a. Max Cavalera zählt, der DEFDUMP schon diverse Male mit auf Tour genommen hat. Obwohl die Anhängerschaft im benachbarten Belgien kontinuierlich steigt, ist man in unseren Breitengraden jedoch noch nicht über eine Undergroundprominenz hinausgekommen.

Dies hat definitiv auch mit dem äußerst schwer zu klassifizierenden Stilmix der Jungs aus Luxemburg zu tun, den sie konsequent auf diesen beiden CDs weiterentwickeln. Krachender Post Hardcore vermengt sich mit Alternativem Rock, Noisewände knallen auf frickeligen Mathcore, den endgültigen Schubladentodesstoß wird dem Soundpaket durch Punk und Emoanleihen versetzt. Und diese Unkonformität zieht sich durch die gesamte Veröffentlichung mit der man ein Gesamtkonzept abliefert, welches multimedial unterstützt wird. Da wären die konsolidierten Tracks auf der ersten CD oder gar die sprachlichen Zuckungen, die auch nicht vor der französischen und der deutschen Sprache halt machen um dann wieder in ein verstörtes Flüstern überzugehen . Ich möchte mir hier musikalische Referenzen weitestgehend sparen, denn sie sind fast unmöglich zu nennen oder bilden nur eine Facette des Kaleidoskops namens DEFDUMP ab. In ihren besten Momenten, wie beim Song "Reflection on iris" fühlt man sich jedoch an DILLINGER ESCAPE PLAN erinnert. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen fällt es mit schwer die Luxemburger Jungs abzufeiern. Die alternativen Rockmomente trüben meinen Gesamteindruck und auch insgesamt fällt mir die Schnittmenge zu moderat aus. Das Chaos ist nicht chaotisch genug, die noisigen Parts sind mir nicht dreckig genug und auch der cleane Gesang passt mir wegen seines Crossover und NuMetal Touches nicht wirklich. Insgesamt also wieder nur ein ordentliches Release trotz viel Talent.


Tracklist:
CD 1:
01. Baya California
02. You make me say things i dont't want to say
03. La beaute du geste / Ce don de se sentir seul
04. Entre las estrellas / Every street you walk
05. Stealing kisses / To part ways / The tempest

CD 2:
01. Walk on water
02. Reflection on iris
03. The perfect moment
04. Lament manifest
05. Once you have learnt how to let go
06. There is nothing left to lose
07. Esse
08. Mythen sollten Mythen bleiben
09. the things i love the most
10. How lonely i really am

Alte Kommentare

von hardcoreisdead 08.05.2007 23:59

die platte braucht zwar etwas zeit, bis sie richtig zündet, dann wird sie aber richtig gut.

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Torben

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