Plattenkritik

Dekadent - Venera: Trial & Tribulation

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Release Date: 25.02.2011
Datum Review: 22.02.2011

Dekadent - Venera: Trial & Tribulation

 

Auf ihrem 2008er Output "The Deliverance Of The Fall" waren die Slowenen DEKADENT noch deutlich Soundtrack lastiger als auf ihrem aktuellem „Venera: Trial & Tribulation“. Somit hat sich einiges verändert im Black Metal Grundgerüst der talentierten Band. Zunächst ist wieder einmal das Artwork zu erwähnen, düster, finster und erhaben erscheint das Booklet innen und außen. Hier wird bereits das kreative Moment der düsteren Gesellen offenbart, spätestens mit dem Einstiegsriff beim Übersong „Thralldom Decree“ wird aber auch klar, dass das Quintett heavier und schneller zu Werke geht. Immer noch ist der Sound symphonisch, vielschichtig und verspielt, immer noch mit einigen progressiven Ansätzen gespickt. Gerade im Gitarrenbereich (die Lead schert dabei immer wieder aus und kreist ihre eigenen, teils sehr verliebten, mitunter sehr gelungenen Bahnen) hat sich enorm Druck aufgebaut und wird in den 12. Tracks hinuntergespült. Die Songs sind schlüssig und nicht zu überladen, allerdings schleichen sich dennoch ab dem Mittelteil Längen ein. Für Abwechslung sorgen immer wieder die akustischen Ruhepole, die auch mit Klargesang ummantelt werden. Die Growls sind produktionstechnisch leider zu sehr in den Hintergrund gedrängt worden, insgesamt hätte die Regler etwas mehr auf Geltungsbedürfnis gestellt werden dürfen. Aber DEKADENT wollen nicht dekadent, sondern stimmig klingen, und genau das machen sie auf ihrem symphonischen Black Metal Erlebnis „Venera: Trial & Tribulation“ auch zur Genüge.

Tracklist:
01. The Wound
02. Thralldom Decree
03. Raided
04. Paramours in Vain
05. Beautiful Fire
06. Craven
07. False Endearment
08. Providential Love
09. Sunday's Lament
10. In Pulchritude Adorned
11. Trial & Tribulation
12. Day of Solace

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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