Plattenkritik

Delorean - Into The Plateau

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Release Date: 28.07.2006
Datum Review: 24.07.2006

Delorean - Into The Plateau

 

Ein Grund zur Freude: Delorean sind zurück und werden uns einmal mehr via Defiance in Deutschland lizensiert. Es war lange ruhig geworden um die Jungs nach dem ersten Album und die wenigsten haben wohl die „Metropolitan Death“ 12´´mitbekommen, die zur Hälfte aus neuen und zur anderen Hälfte aus kräftigen und pumpenden Remixen bestand. Ich habe die 12´´sehr abgefeiert auch wenn man den Spaniern vielleicht vorwerfen könnte auf den Discopunk-Zug aufgesprungen zu sein. Doch wen juckt das schon in Anbetracht der Tatsache, dass Delorean nicht nur auf Platte Gas geben, sondern auch eine super Liveband sind.

Vor uns liegt nun also der zweite Longplayer und seit langem mal wieder ein positives Lebenszeichen aus dem Defiance Lager. Zeitgleich bringt man übrigens noch die Portugal The Man Lp raus, die großartig geworden ist. Doch hier geht’s um „Into The Plateau“. Im Vorfeld fragte ich mich ob sie den Weg den sie mit der 12´´einschlugen weitergehen würden, oder ob dies nur eine einmalige Ausnahme war. Die Antwort ist Jein. Denn man findet eine angenehme Mischung beider Releases, und zelebriert ein mal mehr funkigen Disco-Punk wie ihn beispielsweise Radio4 auf „Gotham“ gemacht haben. Das problem ist: Delorean fehlen die Hits und so ist zwar jeder Song sehr gelungen, aber kein einziger sticht hervor oder hat Hit Charakter. Wo ist ein „Nighlamps“ ? Oder ein „Wishbone“ ? Schade schade, denn ich könnte mir diese Band auch super auf Tanzfluren der Republik vorstellen. „Into The Plateau“ wiederum könnte ich mir nur zum Warm Uppen zu hause vorm Weggehen vorstellen. Die Hits werden dann in der Disco nachgeliefert. Schade eigentlich, denn hier wäre mehr drinnen gewesen, aber vielleicht hat man sich einfach nicht getraut auf besagten Zug aufzuspringen und den alten Sound komplett aufzugeben. Das soll alles nicht heissen dass dieses Werk hier nichts taugt. Nein es ist durchgehend gut und zeugt von einer gereiften Einheit, und wenn man sich erstmal damit abgefunden hat, dass es nicht das geworden ist was man vielleicht erwartete, wird man trotzalledem nach diversen Durchläufen dick Freund mit „Into The Plateau“. Und wer mal richtig lachen will, der sollte sich irgendwie den Promozettel zu diesem Release zulegen.

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Shawn

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