Plattenkritik

Der Dritte Mann - S/T

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 21.07.2007

Der Dritte Mann - S/T

 

Sich in Roboter zu verwandeln ist schon was Feines. Das wussten schon KRAFTWERK und begaben sich damit auf die „Autobahn“, DAFT PUNK stülpen sich immer mal wieder komische Helme über, und auch sonst, Maschinen wohin man sieht.

DER DRITTE MANN, bestehend aus Dr. No an Gitarre/Drums und Elektro-Gedöns und seinem Genossen LG 9V ebenfalls an Gitarre und Elektronik, aus Berlin/Potsdam machen sich diese Tradition ebenfalls zunutze und geben sich als musizierende Kleiderständer mit Krawatte und Hut aus. Mit Reeds Kultfilm oder Graham Greenes Vorlage hat das alles reichlich wenig zu tun, ebenso wenig mit traditionellem Kraut-Rock und besonderem Boheme Anspruch. DER DRITTE MANN ist mehr DEICHKIND, denn DAFT PUNK und mehr KMFDM, als KRAFTWERK.

Was im Einzelnen bedeutet, dass „Slave Of The Robots“ und „Der Weisse Raum“ den Hörer mit wummernden Beats und kompromisslos zackigen Gitarren durch alle 4 Ecken der örtlichen Elektro-Clash/Indie Disco jagt. Das täuscht zwar nicht über die Tatsache, dass die EP genau genommen nur aus 2 Songs und einem lustigen Remix mit allerlei Elektro Gefrickel besteht, macht aber trotzdem Spaß.

Großer Pluspunkt der ganzen Geschichte ist wohl außerdem, dass man diese Art Musik auch ohne Jägermeister-Party-Publikum oder Riefenstahl Ästhetik anhören kann. Ob das auch auf Albumlänge funktioniert wird sich zeigen, ich bin aber mal vorsichtig optimistisch.




1. Slave Of The Robots (Radio Edit)
2. Slave Of The Robots (Album Version)
3. Der Weisse Raum
4. Slave Of The Robots (mixed by Soni Code)

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Dennis

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