Plattenkritik

Descending - Enter Annihilation

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Release Date: 25.07.2008
Datum Review: 04.08.2008

Descending - Enter Annihilation

 

Und wieder versucht ein Hinterbänkler, der bisher im Schatten eines anderen Musikers stand, mit seiner eigenen Band Fuß zu fassen. In diesem Fall heißt der Musiker Constantine und ist ehemaliger NIGHTRAGE-Gitarrist. Er gründete die Band unter anderen mit Sänger Jon Simvonis und Gitarrist Theo und nannte das neugeborene Kind DESCENDING. Die ersten zwei Tracks bolzen kompromisslosen Thrash/Death, der nahtlos die alte Thrash-Schule mit der Moderne verbindet. "Part Of The Game" zeigt die NIGHTRAGE Vergangenheit, denn dieser Song präsentiert im Gegensatz zu den ersten beiden typisch schwedischen Melodic Death Metal mit klar vorgetragenen Refrain. Mit "Killer Instinct" wird die Brücke zur Moderne durch an CHILDREN OF BODOM erinnernde Synthiklänge geschlagen. Dabei zeigt gerade Constantine so einige Kabinettstückchen an den sechs Saiten, aber auch der Rest der Band braucht sich technisch nicht zu verstecken. Allerdings wirkt die Fahrt zwischen den einzelnen Stilhäfen ein wenig zu unausgegoren, der erste Eindruck war sogar, dass es sich bei "Enter Annihilation" um einen Sampler diverser Modern Thrash/Death Bands handelt. Für ein Debüt ist das Album wahrlich nicht schlecht, aber für das zweite Album sollten sich DESCENDING etwas mehr Homogenität und auch Selbständigkeit aneignen. Vor allem brauchen sie aber noch Killertracks, denn solides Handwerk reicht nicht aus, um Thrash-Granaten zu schmieden.

Tracklist:
01. Enter Annihilation
02. Horror Show
03. Part Of The Game
04. Killer Instinct
05. Raging Cold Blood
06. The Creation Remains
07. Your Valentine
08. Descending
09. Unblind
10. Day To Die = Die Today
11. Competition Suicidal Role
12. The Trust

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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