Plattenkritik

Despised Icon - Day Of Mourning

Redaktions-Rating

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Release Date: 18.09.2009
Datum Review: 11.09.2009

Despised Icon - Day Of Mourning

 

"Pigsqueals sind einfach out, nachdem jede x-beliebige Garagenband auf einmal losgequiekt hat"

Mit "The Ills Of Modern Man" haben sich DESPISED ICON selbst ein Denkmal gesetzt. Das dritte Album war und ist ein Monolith, der in der größten Brandung lospreschender Deathcore Bands bestehen und sich behaupten konnte und kann. "Day Of Mourning" zeigt die Kanadier etwas eingängiger und mehr noch von der Bandbreite extremer Musik schöpfend. So lassen sie als Beispiel den letzten Track als pure Postrock Oper erklingen, getragen von der Screamstimme und dem einsetzenden Crescendo. Nach wie vor lebt der Sound vom Wechselspiel der extremen Stimmen, allerdings ist den Schweinen das Maul gestopft worden. Auch ist den harten, sehr aggressiven Abschnitten (die Schlagzeugarbeit lässt manchmal den Eindruck zu, es nicht mit Fleisch und Blut, sondern mit einem Computer zu tun zu haben) sowie den ruhigeren Momenten (die mehr Geltung bekamen) eine Prise Chaos untergerührt, die immer noch einzig und überhaupt nicht artig, partiell sogar völlig abgefucked sind. Im Gegensatz zum Vorgänger litt die Intensität und das (Er)Drückende, dafür haftet dem neuen Album ein homogener Groove an, der zehn Kühe erbarmungslos durch ein enges Dörfchen treibt. DESPISED ICON leben auf "Day Of Mourning" die Extreme aus, ohne zu sehr in die Abgefahrenheit zu schlittern und ohne zu sehr an der Geschliffenheit anzulegen. Genau in dieser Schnittmenge toben sie sich auf "Day Of Mourning" auf technisch höchst anspruchsvollem Niveau aus und zeigen der Konkurrenz auch 2009, dass keine Deathcore Band mal eben so an den Montrealern Monolithen vorbeikommen wird.

Tracklist:
01. Les Temps Changent (03:28)
02. Day Of Mourning (03:01)
03. MVP (03:27)
04. All For Nothing (03:14)
05. Eulogy (03:29)
06. Made Of Glass (03:16)
07. Black Lungs (03:01)
08. Diva Of Disgust (03:27)
09. Entre Le Bien Et Le Mal (03:56)
10. Sleepless (04:46)

Alte Kommentare

von Matze 11.09.2009 14:53

ich wills!! jetzt!

von Kirrul 11.09.2009 16:24

die ersten beiden veröffentlichten Lieder machen Lust auf mehr

von vnv 11.09.2009 16:38

geiles cover

von Blotto 11.09.2009 18:09

Moin Clement, bin mal gespannt! The ills of moden man was in der Tat eine hervorragende Scheibe, werd auch diese checken, Muss mich auf diesem Wege auch nochmal für deinen Tipp "Requiem" bedanken. Meine Fresse was für ein saftiges Brett, trotzdem auf höchstem technischen Niveau und durchaus variabel, fein fein! Weiter so, auf dich ist Verlass! Grüße

von Matze 11.09.2009 19:33

den titelsong und mvp kenn ich schon von youtube und die sind verdammt geil ... zum glück seh ich sie nochmal bei der never say die! in münster war der sound nich so geil.. das kann nur arsch kicken diesmal!

von @Blotto 11.09.2009 20:18

Ich danke dir! Gestern habe ich mir mal wieder die CROWN THE LOST "Blind Faith Loyalty" aufgelegt. Nicht jedermanns Sache, aber wie ich finde feinster Melodic Death mit einem Power Metal Sänger und einem Growler.

von Tobe 12.09.2009 17:35

ich muss zugeben, neben converge und doomrioders eines meiner am meisten erwarteten alben 2009.... mal sehn wies wird, die 2 myspace songs sind schon mal gar nicht schlecht...... bin auch gespannt wioe sich das ganze mittel- bis langfristig ohne pigsqueels anhört.

von oO 18.09.2009 21:22

Heute bei mir angekommen und es gefällt. War zwar skeptisch aber es ist echt super.

von Ray 19.09.2009 13:23

Doch sehr gut geworden das Album. Der Opener is echt der Hammer(obwohl ich kein Wort versteh),aber der Rest brauch sich auch net zu verstecken.Gegenüber dem Vorgänger lässt sich sagen dass das neue Material ein wenig dichter rüberkommt allerdings auch (noch) nicht so abwechslungsreich tönt.Anspieltipps wären wohl : Opener,MVP,Eulogy,Black Lungs und das abschließende Sleepless. 8/10

von The Grotesque 22.09.2009 10:59

ich finde die stimmliche leistung hier auch ohne schweineschreie sehr gut!

von br3etarded 24.09.2009 10:45

bin etwas enttäuscht. gutes review, teilt in etwa meine meinung. es ist ganz klar genialität und somit spielfreude verloren gegangen. bei the ills of modern man rechtfertigte schon "in the arms of perdition" den kauf, beim day of mourning kann ich das nicht mehr sagen, obwohl es kein schlechtes album ist

von Bumsgeburt 24.09.2009 13:43

also nun hab ich es auch endlich gehört. das die pigs fehlen stört mich hier nicht wirklich obwohl diese ja eigentlich das DI markenzeichen waren. trotzdem schade. das album ansich find ich aber trotzdem ganz gut. ziemlich groovy verzwickelt. ein richtiger hit hat sich bisher aber noch nicht bemerkbar gemacht. kommt vielleicht noch!

von kuhglocke 26.09.2009 15:28

meine erwartungen sind leider enttäuscht worden. sowohl consumed by your poison als auch die healing process haben mir sehr gut gefallen. die ills of modern man war schon nicht mehr ganz so krass. die richtung zu weniger gefrickel, die sie mit der eingeläutet haben, hat mich schon nich mehr so angesprochen. jetzt geht diese entwicklung leider konsequent weiter: mehr deathmetal und weniger dissonantes rumgeknüppel. hät mich deshalb drüber gefreut, sie hätten sich mit der neuen platte wieder mehr auf alte zeiten besonnen. schade, aber da es ja dennoch gute musik ist, würd ich 6 bzw. 7/10 geben. man kann es halt nicht jedem fan recht machen.

von Matze 26.09.2009 18:51

mir gefällt das neue album sehr gut.. die songs sind deutlich eingängiger als beim vorgänger, wobei mich the ills of modern man mich auch nach 3-5 durchläufen komplett überzeugt hat. schade das keine pig squeels mehr dabei sind, das sist mit das einzige was ich bemängel.. aber wie mein vorredner schon sagt, man kann es nicht jedem fan recht machen.. ansonsten wirklich ne top platte mit guten ideen und klasse umsetzung .. 8/10

von olivier // allschools 26.09.2009 19:33

Kopiere mal das, was ich zur Platte schon an anderer Stelle geschrieben hab: Das ist sie also nun, die neue DI. Den auf dem Vorgänger eingeschlagenen Pfad der Eingänigkeit wird weiterhin gefolgt, wenngleich zum einem Groove- und Breaklastigkeit noch weiter in den Vordergrund gerückt werden, zum anderem aber auch (noch) Hits der Marke "In The Arms Of Perdition" oder "Furtive Monologue" fehlen. Etwas schade bleibt dabei imo auch der etwas vergessene Mut zum Experiment, den ich jetzt nach den letzten drei Alben so auch auf der neuen DI (zumindest im größeren Maße) erwartet hätte. Darüber hinaus darf die Produktion - wie bereits auf dem Vorgänger - durchaus in Frage gestellt werden - wenngleich es da im modernem Sektor durchaus schlimmere Kandidaten gibt. Letzendlich aber eine Platte, die Fans wie immer Spaß machen dürfte, jedoch auch etwas hinter den eigenen Möglichkeiten bleibt. Aber auch hier will ich noch etwas Zeit zur Entfaltung gönnen.

von arndt 02.10.2009 14:35

geht gut rein nach den ersten durchläufen. zu kirtisieren gibts für mich eigentlich nix, ok alles schon sehr maschinell teilweise aber das bei den beiden vorgängern auch nicht anders und ist bei der art von mukke ja mitlerweile standart. wird bei mir definitiv noch n grower... aber ob es an "cosumed" rankommt?

von Kompetenznetzwerk 05.10.2009 21:34

Scheibe ist erwachsener. Die Typen kann und darf man sich allerdings niemals ansehen. Dann bleibt die Musik auch weiterhin toll.

von Rumpel 05.10.2009 22:14

wieso nich ansehen? steve und alex haben beide derbe stil!

von haha 06.10.2009 08:50

geiler satz...die sidn so tight das es burnt was =)??

von onebulletmario 07.10.2009 10:57

vielleicht das geilste album dieses jahr. und ich hab mir einige alben gekauft ;-). fand die vocals beim vorgänger irgendwie kacke, aber hier passt alles und klingt fett. produktion ist für die art von mucke auch bombe. bin begeistert !

von Ray 20.11.2009 14:12

Is auf jeden Fall ne Top-Scheibe.Allerdings sind meiner Meinung nach die ersten drei Songs auch schon die besten,was aber nicht so schwerwiegend ausfällt.

von Ape 20.11.2009 15:07

als ob die band nur aus sängern besteht! man man also der drummer verprügelt sein set ziemlich krass, dass wars aber leider schon. live total langweilig.

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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