Plattenkritik

Dial M For Murder! - Fiction Of Her Dreams

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Release Date: 17.08.2009
Datum Review: 13.08.2009

Dial M For Murder! - Fiction Of Her Dreams

 

David Ortenlöf und Andreas Lantto sind aus Schweden und lieben zweifelsohne INTERPOL. Damit wären die sogenannten Hardfacts auch schon über den Tisch. Was gibt es sonst noch wissenswertes? Abgesehen davon, dass sie nahezu 1:1 am Original (INTERPOL) abkupfern, dass sie ebenso 1:1 an den zahlreichen Kopien (SHE WANTS REVENGE, EDITORS) abkupfern und nicht einmal textlich sonderlich virtuos und einfallsreich agieren? Vielleicht, dass "Fiction of her Dreams" trotzdem ein so übel gutes Album ist, auf so verdammt hohen Niveau spielt und ganz bestimmt zu einem der Besten im Genre gehört.

Denn selbst wenn augenscheinlich Paul Banks alias JULIAN PLENTI genug hat von offensichtlichen Kopien seiner Selbst muss man DIAL M FOR MURDER! lassen, dass sie das was sie machen unglaublich gut machen. Die monoton, genialen Beats, die tiefen, halligen Vocals und die ständigen Anspielungen an Hitchcock und all seine Meisterwerke.

DIAL M FOR MURDER! haben tief in die Zitattrickkiste gegriffen, haben sich das Beste vom Besten ausgesucht und in 10 düstere Perlen gepackt. Dass dabei die Eigenständigkeit größtenteils auf der Strecke geblieben ist soll ihnen verziehen sein. Denn in Anbetracht dieser Hommage and New-Wave, Thriller und düsteren Elementen der Musikgeschichte kann man nur den Hut ziehen.

Man nehme Songs wie "You Can't Have Me", die in erwähnter Monotonie ihren ganz eigenen Charme entwickeln und sich schon fast zu hypnotischen Perlen aufspielen. Darin liegt der Charme dieser Platte. Dieser bösartige Minimalismus in Form von Synthies, Drumcomputern und verhallten Gitarren. In zweistimmigen Gesang und den dann schon wieder fast jammernden Protagonisten. All das muss man nicht als geklaute Eigenschaft darstellen, sondern vielleicht einfach als Hommage oder übergroßes Zitat. INTERPOL sind schließlich auch nur gute Diebe einer Band called JOY DIVISION.

Tracklist:

1. You can't have me
2. Oh No!
3. There's Nothing Left To See
4. NYC (Now You Care)
5. Hell No
6. Do you think so? I don't
7. You Said
8. Fiction Of Her Dreams
9. The Morning Comes The Morning After
10. Hello

Alte Kommentare

von Murder 17.08.2009 08:59

Noch kein Comment? Sehr gutes Review. Hat für mich die Platte in ein anderes Licht gerückt. Kommen noch Reviews von Wye Oak ?

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Raphael

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