Plattenkritik

Die Happy - Bitter To Better

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 04.09.2005

Die Happy - Bitter To Better

 

Nachdem GUANO APES erst mal auf Eis liegen streben DIE HAPPY nach der deutschen Krone im Rockbiz mit weiblichem Gesang. Das neue Album, "Bitter To Better" wurde für diesen Anlass besonders vielseitig gestaltet. Man nahm nicht nur die bewährten Rocksongs auf denen Frontfrau Marta Jandová ihre Rockröhre so richtig aufdrehen kann, sondern es wurden auch vermehrt sehr ruhige, balladeske Stücke unter die 11 Songs des Albums gemischt.

Ob das Rezept des Quartetts aufgeht ist hingegen ziemlich fragwürdig. Natürlich sind die Songs fürs Radio zugeschnitten, man geht keine Risiken ein und bewegt sich in den gängigen Grenzen der Chartkompatibilität. Externe Songwriter wurden diesmal sogar hinzugezogen, die der Rockband DIE HAPPY ihre Songs geschrieben haben. Dafür wurden dann aber auch ein Grossteil der Songs in einem Take eingespielt wodurch sie angeblich roher und authentischer klingen. "Stranded" und "I Am" sind die Quotenballaden, die einfach nur glatt durch die Gehörgänge gespült werden und bei den ersten Tönen der anschließenden Songs vergessen sind. Die rockigen Stücke entwickeln da schon einen größeren Charme und den Opener "Bitter To Better" würde ich mir sogar im Radio nach ALANIS MORISSETTE gefallen lassen. Auch das nachfolgende "In Love" spielt gekonnt mit harten Nu-Metal-Rock Riffs und den rauchigen Vocals der Frontfrau die an anderer Stelle auch wieder glasklar klingen können. Bei "Bitter To Better" hat man es also mit einer ziemlich zweischneidige Angelegenheit zu tun. Wenige Songs können hier überzeugen, und das man trotz einer ziemlich mainstreamigen Orientierung noch verdammt gut bleiben kann haben DOVER ja bereits mehr als einmal bewiesen. Mit den Spaniern können sich DIE HAPPY jedoch bei weitem nicht messen und so gehen sie ziemlich unspektakulär im zähen Einheitsbrei der Musikgleichschaltung unter. 5 Skulls für ein oder zwei nette Songs.

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Torben

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Allschools Chef

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