Plattenkritik

Die Raketen - Ahoi

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 30.06.2005

Die Raketen - Ahoi

 

Zum ersten Mal nahm ich von den Raketen wahr als ich zum ersten halbwegs ahnnehmbare Musik aus dem Zimmer meines Chefs hörte, der eigentlich meistens unausstehlichen Kirmes House favorisierte. WIe auch immer verriet er mir dass er grade die Raketen lauschte. Irgendwie vergas ich um die Platte und werde erst jetzt wieder mit der Nase drauf gestoßen.

"Ahoi" hat sicher gefühlt schon ein halbes Jahr auf dem Buckel was der Platte nicht anzumerken ist. Den Raketen könnte man auch noch ein Paar Vorwörter vor ihren Bandnamen geben wie "Party" oder "Disco", aber das Dreiergespann verzichtet auf solch anmutende Präpositionen...als wäre der Bandnamen nicht schon genug. Doch wer kann es ihnen übel nehmen , denn der Name ist einfach und ohne Neid gesagt Programm. Schon die Anfangstracks zeigen mit dem Finger auf den Dancefloor: "The Sound Für Twischendurch" oder "I Like Plastique" sind lupenreine Tantflächenfeger mit simplen bis belanglosen Texten, die auch grade schön von Saalschutz oder Nachlader erforscht werden. Doch wen interessieren schon Lyrics wenn er frenetisch sein besten Teil auskehren will? Eben...und deswegen macht man unbeeindruckt weiter und legt im Anschluss ein paar poppigere Nummer hin, bei der der Kompass doch eher auf die Hamburger Schule zeigt. Mal schrammelts, mal electropunkt es...doch rocken tuts immer. Die beiden Singles "Tokyo Tokyo" und "So fucking Yeah" sind Hits, obwohl ersterer wohl doch ein bissel zu sehr von Did Alex´s "St. Tropez" abkupfert. (Oder andersherum). Die Raketen schaffen auf 17 Tracks einen hohen Standard zu halten und liefern mit ihrer Mischung aus Electropop, Punk und Disco durchgehend zu begeistern. Wenn auch nicht mehr so aktuell: Klasse Teil !

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Shawn

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