Plattenkritik

Divine Heresy - Bringer Of Plagues

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 28.07.2009
Datum Review: 15.07.2009

Divine Heresy - Bringer Of Plagues

 

Mastermind Dino Cazares (der laut Roadrunner wieder zusammen mit Burton C. Bell ein FEAR FACTORY Album in Angriff nehmen wird) ist mit „Bringer Of Plagues“ im Zugzwang, denn soeben haben seine FF exKollegen Christian Olde Wolbers und Raymond Herrera unter dem Banner ARKAEA mit ihrer Arbeit überzeugen können.

DIVINE HERESY veröffentlichen ihr zweites Album mit dem zweiten Sänger, und der Wechsel an der Front ist nicht spurlos am Sound der Band vorbeigegangen. Travis Neal besitzt eine sehr gute Gesangsstimme (deren Timbre einigen vielleicht etwas zu hoch sein könnte), zieht aber gegenüber seinem Vorgänger bei den aggressiven Shouts klar den Kürzeren. Somit konsequent, dass der Crossover aus Thrash-, Death- und Trendzutaten mehr zum KSE-Chorus tendiert. Weiterhin ist „Bringer Of Plagues“ etwas glatter als das Debüt “Bleed The Fifth“, es fehlt ein wenig die Vertracktheit, aber ohne den progressiven Moment wirkt „Bringer Of Plagues“ kompakter und überzeugt als kompositorische Einheit. Nach wie vor herrscht (auch wegen gelegentlicher Industrial Samples) Kühlschrankatmosphäre, unterstützt durch Tim Yeungs klinisch reinem, fast computergesteuertem Schlagzeug und vor allem durch Dino Cazares Gitarrenarbeit, die einmal mehr an einen angriffslustigen Hornissenschwarm erinnert. Das Tempo ist hoch, beim Durchhören bleibt kaum Zeit zum Luftholen, so dicht und fordernd fallen die elf Stationen aus. Aus dem Rahmen fällt lediglich „Darkness Embedded“, eine Halbballade, die zeigt, wohin der Sound von DIVINE HERESY zukünftig wandern könnte.

Wer kräftigen, mitunter sehr schnellen modern Metal mit obligatorischen Chorussen sein eigen nennt und immer wieder an FEAR FACTORY erinnert werden möchte, sollte „Bringer Of Plagues“ eine Chance geben. Als Anspieltipp könnte „Redefine” dienen, denn dieser Song ist charakteristisch für DIVINE HERESY anno 2009: Schnell, hart, weich, technisch grandios, aber auch ein wenig seelenlos…

Tracklist:
01. Undivine Prophecies (Intro)
02. The Battle Of J Casey
03. Facebreaker
04. Bringer Of Plagues
05. Redefine
06. Anarchaos
07. Monolithic Doomsday Devices
08. Letter To Mother
09. Enemy Kill
10. Darkness Embedded
11. The End Begins

Alte Kommentare

von deathtofalseprophets 17.07.2009 12:53

Meinst du man wird wirklich so an Fear Factory erinnert? Hmm... nochmal hören. Beim ersten Durchlauf verliert die Platte sowas von klar gegen den Vorgänger - der war ja überirdisch mächtig. Eigentlich fand ich sie sogar überraschend nicht überraschend. Anderer Sänger nicht immer neues Glück, gell?! DTFP

von @deathtofalseprophets 17.07.2009 13:00

Drums + Maschinnengewehrgitarren + Industrial Samples = FF

von deathtofalseprophets 17.07.2009 13:20

Ja, okay, ich hörs ja nun auch mal laut. Die Vocals finde ich öde. Und die cleanen Parts haben null mit FF zu tun, das ist eher moderner Modern-Metal-Trällerschrott. Der erste Song ist schon mal nichts Besonders für mich. Die Drums und der Drumsound sind FF das ist wohl wahr. Aber die Industrial_Düsternis von FF fehlt völlig, der Bombast auch. und die Innovation auch. Einige Parts sind halt schlechte FF – Kopien, gewollt ist nicht gekommt. Und hart nicht = gut. Aber FF wurde auch eine miese Kopie von sich selbst, zumindest ab dem letzten Album. Wegen Dino klingt das auch nach FF – schon klar. Sind die cleanen Vocals schlecht/langweilig. Der Title-Track ist ein ganz klarer FF-Song aber die Vocals sind trotzdem scheiße eintönig. Apropos cleane Vocals – wann sprechen wir über die neue Caliban ^^????? DTFP

von @deathtofalseprophets 17.07.2009 13:23

eine Woche vor VÖ!

von Ape 23.11.2009 13:48

World under blood! Tim Yeung goes straight, mit cky sänger der da rum schreit...bin sehr gespannt.

von monkey 26.11.2009 20:51

viel zu unterbewertet ist n totaler knaller. vocals sind eintönig??? was soll er denn machen, ne arie singen oder was? Facebreaker erinnert sehr an krisiun sehr cool. 8/10

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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