Plattenkritik

Dornenreich - Freiheit

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Release Date: 03.05.2014
Datum Review: 07.05.2014

Dornenreich - Freiheit

 

Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung ließen DORNENREICH verlautbaren, dass „Freiheit“ für unbestimmte Zeit das letzte Studioalbum sein wird. Dabei ist das achte Studioalbum der Österreicher durchaus als Abschluss einer Schaffensperiode zu sehen, die mit „Her von welken Nächten“ vor gut dreizehn Jahren begann. Seither betrachteten DORNENREICH auf ihren Alben viele Klangaspekte, experimentierten genauso mit akustischen wie auch schwarzmetallischen Elementen. „Freiheit“ führt die einzelnen Fäden nun konkludent zusammen. In den Instrumentierung von „Im ersten aller Spiele“ und „Von Kraft und Wunsch und jungen Federn“ konzentriert man sich dabei zuerst nur auf Akustikgitarre und Violine, überrascht auf „Das Licht vertraut der Nacht“ und „Aus Mut gewirkt“ plötzlich mit einer Raserei, die man nach dem eher getragenen Beginn nicht erwartet hätte, um in Folge das Tor für gänzlich neuen Weg zu öffnen. „Im Fluss der Flammen“ und „Traumestraum“ sind zwar immer noch unverkennbar „DORNENREICH“, vermitteln unterschwellig jedoch eine Aufbruchsstimmung, die für die Band neu ist. Mit dem fesselnden Instrumental „Blume der Stille“ entlässt man den Hörer in eine ungewisse Zukunft. „Freiheit“ stellt gewissermaßen das positive Schwester-Album zu „Her von welken Nächten“ dar. Beide behandeln die selbe Thematik, die „Menschwerdung“, punkten als atmosphärische Einheit, stehen sich in ihrer Stimmung aber diametral gegenüber - Wo „Her von welken Nächten“ kalt und lebensverneinend ist, umschlingt „Freiheit“ seine Hörer mit Wärme und hinterlässt ein wohliges Gefühl. Alles andere wäre für DORNENREICH auch undenkbar gewesen, schreiten Eviga und seine Mitstreiter immer voran.
Für Fans der Formation ist mit Sicherheit die Special-Edition des Albums interessant, enthält diese neben ausführlichen Liner Notes zu allen Texten in Deutsch und Englisch auch eine Bonus-CD. Auf diese befinden sich unter anderem eine Akustik-Umsetzung des Band-Klassikers „Reime fauch der Märchensarg“ mit EMPYRIUMs Thomas Helm, die live bereits oft dargebotene Metal-Version des „In-Luft-geritzt“-Stücks „Jagd“ und unveröffentlichte Stücke.

Tracklist:

01. Im ersten aller Spiele
02. Von Kraft und Wunsch und jungen Federn
03. Des Meeres Atme
04. Das Licht vertraut der Nacht
05. Aus Mut gewirkt
06. Im Fluss die Flammen
07. Traumestraum
08. Blume der Stille

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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