Plattenkritik

Dragonforce - Twighlight Dementia

Redaktions-Rating

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Release Date: 13.09.2010
Datum Review: 17.12.2010

Dragonforce - Twighlight Dementia

 

Die Momente, in denen mich eine CD dermaßen überzeugt war, dass ich nach nur einmaligem Hören umgehend zum Fan der Musiker wurde, kann ich an einer Hand abzählen. Nun nicht mehr, dank DRAGONFORCE!
Bisher war mir die Band nur vom Namen her bekannt. Das hat sich seit „Twighlight Dementia“ geändert und ich habe mich dank dieser beiden Alben, noch um weitere musikalische Veröffentlichungen bereichert.
„Twighlight Dementia“ würde ich als idealen Einstieg in die musikalische Chronik dieser Über-Band beschreiben. Selbst eine Person wie ich, die bis auf wenige Ausnahmen nicht dem klassischem Metal sein Gehör leiht, war vom ersten Moment an wie weg geblasen.
Der Power-Metal den DRAGONFORCE mit gewöhnlich 200 BpM aus den Boxen klingen lassen, lässt viele Gerüchte die ich in den letzten Jahren gehört habe (die Band wäre bei weitem nicht so technisch versiert, wie sie es auf Platte zu sein scheinen) verstummen. Sicherlich kann man auch bei einer Live-Platte im Nachhinein noch viele technische Veränderungen und Korrekturen vornehmen, aber irgendwie habe ich dieses Gefühl nicht bei „Twighlght Dementia“. Selbst wenn: Diese Platte bietet sehr viel Hörvergnügen! Hits wie „Heroes Of Our Time“, „Fury Of The Storm“, „Where Dragons Rule“, „The Last Journey Home“ oder das monströse „Through The Fire And Flames“ schießen einem direkt in die Gehörgänge und bleiben dort haften. Selbst nach wiederholten Hörgängen, wird diese Live-Doppel-CD nicht langweilig. Der Sound ist großartig. Bis auf den zu leisen Bass, ist der Gesamtsound wunderbar aus gepegelt, sodass man Gitarren, Keys, Drums und Schlagzeug ohne Kompromisse genießen kann. Produzent Karl Groom hat einen guten Job gemacht, ebenso wie seine Co-Produzenten, die ganz genau zu wissen schienen, in welche Richtung das Boot fahren soll, gen Horizont: Herman Li und Sam Totman.
Wenn man sich das ganze dann mal bei YouTube ansieht, dann findet man viele Beispiele dafür, dass die Band auch live versiert ist und in der Vergangenheit anscheinend wirklich „nur“ unter technischen Schwierigkeiten litt. Zumindest überträgt die Platte sehr viel positive Energie, die durch die YT Videos unterstrichen wird. Power-Metal, der sich selbst nicht zu ernst nimmt, sondern das ganze auch mit einem Augenzwinkern an die Zuhörer/-schauer weiter gibt. Sehr nett.
Negative Kritik muss ich allerdings ebenfalls äußern: Die Gitarrensoli, die nie enden wollende und immer wieder an die Squeels unseres geiebten und vermissten Dimebags erinnern, beginnen dann aber auch mit der Zeit an zu nerven. Während die Hooks wahnsinnig Ohrwürmer sind, fallen mir ab „Where Dragons Rule“ (Song 2 auf CD 2) das permanente Gegniedel auf den Wecker. Da das unglaublich wichtig ist für diese Band und ihren Gesamtsound muss ich dafür einen Punkt abziehen.
Fraglich ist, wie die Band nach dem diesjährigen Ausstieg ihres Sängers ZP Theart weitermachen will. Dieser ist mit Sicherheit schwer zu ersetzen. Es bleibt also spannend!

Tracklist

Disc 1

Heroes of Our Time
Operation Ground and Pound
Reasons to Live
Fury of the Storm
Fields of Despair
Starfire
Soldiers of the Wasteland

Disc 2

My Spirit Will Go On
Where Dragons Rule
The Last Journey Home
Valley of the Damned
Strike of the Ninja
Through the Fire and Flames

Alte Kommentare

von Bewertung 20.12.2010 08:31

Du musst einen Punkt abziehen wegen dme Gegniedel, ok! Aber wie ist denn jetzt die Wertung? Über der Trackliste steht was von 14 Skulls. WTF?

von Clement 20.12.2010 09:37

das gab Linc durch, habe ihn bereits gefragt...

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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