Plattenkritik

Dreamlike Horror - Delightful Suicides

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 27.07.2005

Dreamlike Horror - Delightful Suicides

 

Bei diesem Projekt handelt es sich um die neue Band von Deadly Kristin und Aphazel von den Black Metallern Ancient. Aber mal ehrlich: Richtig gut waren Ancient nie. Kultig waren damals die "Trolltaar"-Mini CD und das folgende Album "Det Glemte Riket", aber ansonsten war man immer eine recht blasse und niemals innovative Black Metal Band, die irgendwo im Fahrwasser von Satyricon oder Darkthrone dahindümpelte.

Dementsprechend skeptisch bin ich demzufolge auch, als ich nun diese CD in den Händen halte. Wenn es wenigenstens guter norwegischer Black Metal wäre, so hätte ich auch meinen Gefallen dran gefunden. Das ist aber nicht der Fall, das Album besteht aus reiner Düster-Ambient-Mucke, ab und zu unterbrochen von unspektakulärem schleppenden Düster-Metal.Was laut Label-Info als Achterbahnfahrt zwischen Film-Soundtrack und einem Horror-Szenario angepriesen wird, ist nichts anderes als gähnend langweilig. Hier ein bisschen Keyboard-Geklimper, da ein paar bizarre Synthie-Sounds, da mal wieder ein wenig unsäglich langweiliger Doom, und dann auch mal wieder irgendeine ewig langgezogene Soundcollage, die einfach nur nervt. Finstere Stimmung im Black Metal-Bereich rein aus Synthesizern zu erzeugen, geht wieder einmal geradewegs nach hinten los. Burzum-Oberspinner Varg Vikernes hatte das damals mit der "Hlidskjalf" auch schon versucht, da er im Knast keine richtige Musik machen konnte, und die Stimmung der CD war vergleichbar mit einem lauen Sommerwind. Bei Dreamlike Horror genauso.

Wer Horror-Musik aus dem Genre Black Metal hören will greift zur aktuellen Shining. Wer Horror-Filmmusik will holt sich den "Ring"-Soundtrack von Hans Zimmer.

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Moritz

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