Plattenkritik

Dreamshade - The Gift Of Life

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Release Date: 25.01.2013
Datum Review: 24.01.2013

Dreamshade - The Gift Of Life

 

Nicht aus Schweden, sondern aus der Schweiz kommen die jungen Herren von DREAMSHADE. Schon vor gut einem Jahr schafften sie es die Meinungen mit „What Silence Hides“ zu spalten. Eingefleischte Melodic-Death-Metal-Fans feierten das Debütalbum ob seiner tollen Melodien, viele Kritiker warfen der Band jedoch Ideenarmut vor.

Irgendwo in der Mitte kann man sich treffen. Auch auf ihrem Zweitwerk „The Gift Of Life“ erfinden DREAMSHADE den Melodic-Death-Metal nicht neu. Gruppen wie In Flames, Soilwork oder Dark Tranquillity haben dafür die Pfade des Genres im letzten Jahrzehnt schon ordentlich ausgetreten und suchen teilweise seither auch nach neuen Wegen. DREAMSHADE belassen es bei den Grundgedanken. Von melodischen Gitarren getragener, sauber produzierter Death Metal, mit leichtem Core-Einschlag. Dass DREAMSHADE wissen was sie tun und ihre Instrumente beherrschen trägt einen großen Teil dazu bei, dass der eine oder andere Ohrwurm herausspringt. Der Opener „Photographs“ ist einer und auch „Sandcastles“ wird sich nach einigen Durchläufen im Hirn festfressen. Im Gegensatz zu ihrem Debüt verzichten die Schweizer auf „The Gift Of Life“ auf übermässigen Keyboard-Einsatz, was der Musik den Kitsch-Faktor nimmt und gleichzeitig die Härte-Schraube ein Stückchen andreht. Neben der erstklassigen Gitarrenarbeit ist es die Stimme ihres neuen Sängers Kevin, die die Musik von DREAMSHADE aus dem Brei ähnlich klingender Bands abhebt. Im Vergleich zu seinem Vorgänger deckt Kevin ein wesentlicher breiteres Spektrum ab und verleiht so manch einem Song („Our Flame“) den letzten Schliff.

Das Vorgetragene ist natürlich nicht wirklich neu und wurde von den oben genannten Bands schon einmal in ähnlicher Art und Weise gespielt. Anmerken sollte man das zwar den guten Eindruck schmälert das im Endeffekt aber nicht allzu sehr. „The Gift Of Life“ schafft es den Hörer über die gesamte Spielzeit zu fesseln. Die druckvolle und differenzierte Produkt rundet das Gesamtwerk ab und macht es so für jeden Freund des melodischen Death Metals interessant.

Tracklist:
1. Photographs
2. Your Voice
3. The Gift Of Life
4. Sandcastles
5. Consumed Future
6. Our Flame
7. Late Confessions
8. Sincere
9. Elisabeth
10. Wants & Needs

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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