Plattenkritik

Dyscarnate - And So It Came To Pass

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 27.01.2012
Datum Review: 25.01.2012

Dyscarnate - And So It Came To Pass

 

Eine Death Metal-Band, wie DYSCARNATE, mit nur drei Mitgliedern ist heutzutage schon fast ein bisschen außergewöhnlich, denn dicke Soundwände schaffen die meisten ja höchstens mit zwei Äxten auf die Beine zu stellen. Nach NILE hat es in meinen Augen keine dreiköpfige Band todesmetallisch wirklich zu etwas gebracht. Vielleicht hab ich auch irgendwas verpasst, aber ich habe schon im prologisierenden ersten Stück „The Weight Of All Things“ das Gefühl, dass da gleich etwas verdammt Großes auf mich niederbrechen wird.

Und leck die Ziege, die Jungs verstehen was von ihrem Handwerk. Maschinengewehrsalven donnern in Riffform durch die Lautsprecher, hinterlassen im Gehörgang eine Spur der Verwüstung und fressen sich direkt ins Hirn. Die Shouts erinnern ein wenig an ein Destillat Randy Blythe’s, nur etwas tiefer und voluminöser. Was die beiden Sänger und da abliefern ist ganz großes Halstheater. Überhaupt ist der Sound der Platte wirklich hervorragend, denn man hört alle Instrumente gut heraus und hat trotzdem ein relativ homogenes Klangbild der gesamten Band.

Songs wie „A Drone In The Hive“ oder auch „The Promethean“ sind absolute Pit-Magneten und Publikums/Publikas/Publikumses (ich glaube es gibt keine Mehrzahl von Publikum) werden sich in aller Welt bereitwillig öffnen um die Gesandten der Hölle, oder welchem Jenseits auch immer, in ihren Reihen zu begrüßen. Schnelle Doublebass-Ketten bringen den Gitarren- und Basspanzer ins Rollen und zermalmen alles was ihnen unter die Pedale kommt. Zwischendrin gibt es immer wieder kleine, kurze Thrash-Akzente und ein paar wenige Dimebag Darrel-Anleihen.

Kaum eine Band hat mich in den letzten Monaten so schnell in ihren Bann gezogen und über die gesamte Länge des Albums gleichbleibend hohes Niveau bewiesen wie die Jungs von DYSCARNATE. Endlich gibt es einen breakdownlosen Nachfolger in Sachen „pure fucking death metal“. Die Beschreibung der Band auf ihrem Facebook-Profil sagt eigentlich alles: „Always Outnumbered, Never Outgunned“

Tracklist:

01. The Weight Of All Things
02. In The Face Of Armageddon
03. Cain Enable
04. A Drone In The Hive
05. Engraving Ecstasy
06. The Promethean
07. Grinding Down The Gears
08. Rise And Fall
09. Seizure
10. Kingdom Of The Blind

Alte Kommentare

von Mulder 25.01.2012 14:11

Monster von einem Album! Hat viel von Dying Fetus und Misery Index!

von Clement 25.01.2012 14:13

definitiv fett!

von Tobe 25.01.2012 14:51

hat was.

Autor

Bild Autor

Jonathan

Autoren Bio

Seid lieb!

Suche

Social Media