Plattenkritik

Earthship - Exit Eden

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Release Date: 31.01.2011
Datum Review: 24.01.2011

Earthship - Exit Eden

 

Wie kann man diese Platte anders einleiten als mit dem Verweis auf die Tatsache, dass hier Mitglieder von THE OCEAN mitspielen? Nicht nur, dass das generell so Gang und Gebe ist es zu erwähnen, wenn es einigermaßen bekannte Musiker auf die zu besprechende Platte geschafft haben. Viel mehr kam mir der Bandname bezeichnenderweise bereits in den Sinn, als ich noch nichts von der Präsenz der Mitglieder wusste. Aber bleiben wir bei den Fakten: THE-OCEAN-Mastermind Robin Staps spielt im wahrsten Sinne des Wortes die zweite Geige beziehungsweise Gitarre, was heißt dass er nach eigenen Aussagen diesmal nicht im Songwriting involviert ist, obwohl seine Handschrift nur selten zu überhören ist. THE-OCEAN-Gründungsmitglied und –Drummer Jan Oberg übernimmt den Part des Songwritings dieses Mal stattdessen. Stilistisch bewegt man sich in altbekannten musikalischen Gewässern, was heißt dass (besonders hier) Erinnerungen an Bands wie BARONESS oder MASTODON wach werden, oder eben an die letzte THE-OCEAN-Platte (nur mit nicht ganz so ausufernden und vor allem nicht ganz so starken klaren Gesang). Und sonst? Ein Hauptriff wie im Titeltrack oder Melodien wie in „Fever Pitch“, welche beängstigend an die letzten beiden THE-OCEAN-Platten erinnern, sowie ein progressiver Ansatz wie auf den letzten beiden THE-OCEAN-Platten, welcher jedoch lediglich ein progressiver Ansatz bleibt. Dafür sticht der Opener „Caught In A Storm“ mit seiner so herrlich bedrohlichen Art positiv hervor, und hin und wieder können Highlights wie beispielsweise das Solo in der Mitte vom Titeltrack oder die ruhigeren Momente in „A Line Dividers“ den etwas gemischten Eindruck etwas aufbessern. Ein gemischter Eindruck bleibt es bei mir dennoch: EARTHSHIP tun sich schwer damit sich aus dem großen Schatten der Mutterband hervorheben und liefern eigentlich nicht mehr als nur eine etwas BARONESS-lastigere, aber grundsätzlich highlightärmere Alternative. Handwerklich gibt es hier nichts zu bemängeln, doch letztlich werden wohl nur hartgesonnene Fans der genannten Bands so wirklich mit diesem Album warm werden.

Tracklist:

1. Caught In A Storm
2. Sea Of Peril
3. Fever Pitch
4. A Line Dividers
5. Born With A Blister
6. Bleak
7. Grace
8. A Feast For Vultures
9. Soul Embedded
10. Exit Eden
11. ... As If She Were A Black Bird

Alte Kommentare

von TOM 24.01.2011 22:03

das is aber nich der aktuelle drummer von THE OCEAN, das is der ganz alte....d.h. das is also "nur" ein mitgleid von den jetztigen the ocean dabei,der aber auch nichts mit dem songwriting zu tun hat...von daher sind diese querverweise ala "Mutterband" eher irreleitend

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Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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