Plattenkritik

Ein Gutes Pferd - Robotertauben

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Release Date: 27.02.2015
Datum Review: 22.03.2015

Ein Gutes Pferd - Robotertauben

 

TURBOSTAAT, PASCOW und DUESENJAEGER stehen als Referenzen in der Bandbeschreibung. Große Schuhe die EIN GUTES PFERD sich da versuchen anzuziehen. Doch soweit hergeholt ist das alles gar nicht.

4 Songs befinden sich auf der auf 500 Einheiten limitierten 12 Zoll Schallplatte Inkl. Downloadcode. Da bleibt Platz genug, um auf die B-Seite einen wunderschönen Siebdruck (wahlweise in gold, blau, rot oder weiß) zu pressen. Schick aufgemacht ist das Ganze also schon einmal.
Zu hören ist deutschsprachiger, emotionaler Punkrock. Zu ungenau und punkig für TURBOSTAAT, aber trotzdem nicht punkig genug um sich mit den CHEFDENKERn und Konzorten zu vergleichen. Doch irgendwo dazwischen positionieren sich die 4 Jungs wohl, die alles versuchen, um sich mit den genannten Größen messen zu können.
Jede Menge Power steckt in jedem einzelnen der Songs. Hymnenartige Refrains, die sich perfekt zum mitgrölen eignen, aber dabei nicht zu "Die-Toten-Hosen-Mit-Klatsch-Refrains" mutieren, wechseln sich mit teils gesprochnen, teils gesungenen Strophen ab. An den richtigen Stellen wird das Tempo gedrosselt, um es dann wieder explosionsartig anzuziehen. EIN GUTES PFERD wissen genau, wie ein guter Song aufgebaut werden muss.
"Keine Nazis, keine Macker, keine Schwäne" - auch textlich befassen sich EIN GUTES PFERD mit aktuellen Problemen der heutigen Zeit. Nur was Aaron, Gunter, Silvan und Valentin gegen Schwäne haben, müsste irgendjemand noch in Erfahrung bringen.

EIN GUTES PFERD springt nicht höher als es muss. In diesem Fall allerdings nicht. Die Jungs liefern eine überdurchschnittlich gute Punkplatte ab und überspringen jede Hürde mit Bravour. Zwar können sich die 4 noch nicht mit den ganz Großen messen, aber das Potential ist vorhanden. Hoffentlich bleibt die Kraft auch über die volle Distanz, wenn es an mehr als 4 Songs/Hindernisse geht.

Trackliste:
01. Empire
02. Robotertauben
03. Alle Lampen
04. Die Scherze des Sao Sai Leun

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Janik

Autoren Bio

Janik E. // 21 // love music. hate fascism.

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