Plattenkritik

Emberland - Emberland

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 22.11.2006

Emberland - Emberland

 

Schaut man sich zunächst einmal ein wenig auf der Homepage des kleinen russischen Labels um, so stellt man recht erstaunt fest, dass unter diesem, mir bis dato unbekannten, Label eine gar nicht kleine Anzahl mir ebenso unbekannter Bands unter den Fittichen stehen. Und die haben teilweise durchaus Potential.

Bei Emberland nun handelt es sich um ein blutjunges Trio, dass 2002 im sibirischen Novosibirsk (!) von einem Knaben namens Dmitry Bratishkin (b./g.) gegründet wurde, das Line-Up wurde 2003 mit einem gewissen Evgeniy Golibev an den Kesseln und Sänger Alexey Kozlov vervollständigt. Neben einigen Demos in vorheriger Zeit kommt nun also das selbstbetitelte Debut.

Musikalisch? Gibt's ordentlichen Death der amerikanischen Art und Weise, ein paar Funken Grindcore, manchmal sogar einige kurze Anleihen in zähen Doom, schnell wieder abgelöst von Prügelattacken.

Was positiv anzumerken ist, dass ist eine Produktion, die zwar nun nicht professionell ist, wie die der amerikanischen Vorbilder, an denen man sich anlehnt, aber das erwartet ja nun auch keiner. Für eine Eigenproduktion ist es mehr als anständig, und gerade in Bereichen des extremen Death immer sehr schwer, einheitlichen Sound zu schaffen. Das ist hier der Fall.

Ich hatte in früheren Kritiken etwas exotischerer Bands immer einen gewissen Bonus spielen lassen. Das tue ich hier auch. Da wären 6 Punkte für ein an sich ordentliches Death/Grind-Werk, dass allerdings noch zu viel an Cannibal Corpse oder Six Feet Under angelehnt ist. Aus Sibirien kommend, in jungem Alter solch einen Sound auf die Beine zu stellen, sollte für den siebten allerdings lässig reichen.

Tracklist:
1. Bonecrusher
2. Broken Mirror
3. Crushed By Fallen Sky
4. World Of Exkrements
5. Faceless Humanity
6. Every Time We See...
7. Let Them Lick Your Mind
8. Mr.Earthmover

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Moritz

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