Plattenkritik

End Of Green - The Painstream

Redaktions-Rating

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Release Date: 16.08.2013
Datum Review: 19.08.2013

End Of Green - The Painstream

 

Eine der besten deutschen Bands kehrt endlich mit einem neuen Album zurück. Die Rede ist von END OF GREEN, die mir seit ihrem Beitrag „Seasons Of Black“ (von ihrem genialem Debüt „Infinity“) auf dem ersten „Beauty In Darkness Vol. 1“ Sampler von 1996 (die Band besteht seit 1992) ein Begriff sind. Auch das neue Album „The Painstream“ (besser kann ein Aufdruck den Inhalt nicht klassifizieren!) ist ein Lehrstück in Sachen dunkler Musik (auf den älteren Outputs stand noch „Metal“ auf der Verpackung), der immer auf der Kippe zum Kitsch steht, diesen aber elegant umschifft und zugunsten tiefsitzender Melodramatik verdrängt.

Die Trademarks der Süddeutschen sind nach wie vor ihre unnachahmlichen Refrainbögen gepaart mit Michelle Darkness kraftvoller Stimme sowie ein angenehm rauer Unterton, der das ganze hin und wieder so richtig schön rockig erklingen lässt. Auch diesmal lässt die Band Erinnerungen an KATAONIA und SISTERS OF MERCY (und manchmal schimmern auch MY DYING BRIDE durch) wach werden, auch diesmal klingen sie hoffnungslos, traurig und es scheint kein Licht am Ende des Tunnels zu geben. Wo sich andere jedoch die Zähne ausbeißen, zeigen END OF GREEN seit Jahren, dass tiefgründige Musik nicht sofort umklammert werden kann, sondern sich ganz langsam und stetig den Weg bahnen muss. Eine Grundvoraussetzung bei dieser Band ist der Wille, sich ohne Barrieren auf diese melodramatische Musik einzulassen. Das fällt sofort beim Albumopener „Hangman's Joke“ auf, der langsam zum Punkt kommt und dann Intensität pur bereithält. Mit „Standalone“ haben die Stuttgarter sogar einen lupenreinen Hit im Gepäck, einer der wenigen Songs, die recht griffig sind und sich schnell abwickeln lassen, um den Kern preiszugeben. Ein weiteres Highlight des Albums, das mitunter sehr ruhig gehalten wurde, ist „Home On Fire“, hier zeigt die Band, wie spannendes Songwriting zu klingen hat.

Insgesamt gibt es auf „The Painstream“ viel zu entdecken, obwohl hier mit Tristesse nicht gegeizt wird, ist das Album ein farbenfroher Tupfer am Releasefluthorizont. Eines noch: „Final Resistance“ hat diesmal nichts mit HSB zu tun…



Tracklist:
01. Hangman's Joke
02. Holidays In Hell
03. Standalone
04. Final Resistance
05. Degeneration
06. Home on Fire
07. Death of the Weakender
08. Don't Stop Killing Me
09. Chasing Ghosts
10. Miss Misery
11. The Painstreet

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12. Blackened eyes (Bonus Track)
13. Demons (Bonus Track)
14. Hurter (Bonus Track)

Alte Kommentare

von wololooo 20.08.2013 14:31

Also der Promo-Song reißt mich jetzt echt nicht vom Hocker. Das haben Sentenced zu ihrer Zeit schon besser hinbekommen. Und Michelle Darkness... ohne Worte.

von Hä? 24.08.2013 09:34

Ich dacht, der Sänger heißt Michael Huber? Da is nun echt die Frage, was besser klingt...

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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