Plattenkritik

Engel - Blood Of Saints

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Release Date: 18.05.2012
Datum Review: 22.05.2012

Engel - Blood Of Saints

 

Das dritte ENGEL Album (Namensgeber ist ex-IN FLAMES Gitarrist Niclas Engelin) ist nach zwei superben Vorgängern eine mittelschwere Enttäuschung. Der Biss ist verschwunden und mit ihm die Melodic Death Metal Affinität. Gesteigert wurden auf „Blood Of Saints“ die Key-Passagen, die bereits auf dem unmittelbaren Vorgänger „Threnody“ verstärkt eingesetzt wurden. Diese verwässern das Songmaterial durchweg und versetzen dem Death den Todesstoß, um somit der Moderne auf die Füße zu helfen. Auch sind die Vocals diesmal etwas wässrig, zwar gibt es wieder den typischen Shout vs. Klarstimme Kampf, aber Letztere ist allgegenwärtig und dominant wie noch nie. Am auffälligsten ist jedoch die Kurskorrektur bezüglich der Erzwingung von Hits, denn auf den Vorgängern waren die Songs locker und griffig arrangiert, auf „Blood Of Saints“ jedoch ersticken die Songs im Mief der erträumten Radiokompatibilität. Anno 2012 klingen ENGEL damit zu aufgesetzt und lassen durchgängig die Aggressivität im Halfter stecken. Im Grunde ist das dritte Album als "make it or break it" Statement eine Katastrophe (zumindest im Vergleich zu den vorherigen Releases).

Tracklist:
01. Question Your Place
02. Frontline
03. Feel Afraid
04. Numb
05. Cashking
06. One Good Thing
07. Blood of Saints
08. Down to Nothing
09. Dramaqueen
10. In Darkness
11. Journeys End

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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