Plattenkritik

Ensiferum - One Man Army

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Release Date: 20.02.2015
Datum Review: 18.02.2015

Ensiferum - One Man Army

 

Selbst mit neuem Label und etwas abgewandelten Soundbild ist es ab der ersten Sekunde klar erkennbar, mit welcher Kapelle man es hier zu tun hat: Den finnischen Folk-Metallern von ENSIFERUM. Die Finnen klingen 2015 etwas trockener als zuvor, die orchestralen Keyboardklänge spielen aber auch auf „One Man Army“ eine große Rolle im Gesamtbild.
Ansonsten verlässt man sich auf hymnische Refrains und einfache, eingängige Melodien, die beim ersten Hören bereits im Ohr haften bleiben. War es auf dem selbstbetitelten Debüt und dem Zweitwerk „Iron“ noch so, dass einem die Melodien auch nach dem 10ten Hören nicht auf den Geist gingen, stellte sich dieser Effekt nach dem Abgang von Sänger und Gitarrist Jari in Richtung WINTERSUN irgendwann ein. Auf den letzten Werken (Vor allem „From Afar“ war enttäuschend) war man teilweise nur noch die Karikatur einer selbst.
Glücklicherweise zeigen ENSIFERUMauf „One Man Army“ wieder etwas mehr Biss. Gerade Stücke wie „Heathen Horde“ oder „Two Of Spades“ glänzen vor Spielwitz. Ganz frei von Schwächen ist das Material auf dem fünften Album dann aber doch nicht, denn mit „Descendants, Defiance, Domination“ hat man leider einen vollkommen vorhersehbaren Longtrack geschaffen. Wirklich schlecht ist dieser zwar nicht, aber einen ruhig beginnenden, sich immer weiter steigernden Song hat man mittlerweile schon von so vielen Bands gehört.
Insgesamt macht „One Man Army“ dennoch einen ordentlichen Eindruck. Warum ENSIFERUMnicht schon auf den vorherigen Alben so zielstrebig zu Werke gegangen sind, bleibt offen. Wer sowieso schon Fan der Finnen war darf hier gerne wieder zugreifen.

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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