Plattenkritik

ENTOMBED A.D. - Dead Dawn

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Info

Release Date: 26.02.2016
Datum Review: 07.02.2016
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

1. Midas In Reverse
2. Dead Dawn
3. Down To Mars To Ride
4. As The World Fell
5. Total Death
6. The Winner Has Lost
7. Silent Assassin
8. Hubris Fall
9. Black Survival
10. Not What It Seems

Band Mitglieder

 

Lars-Göran Petrov – Gesang
Olle Dahlstedt – Schlagzeug
Nico Elgstrand – Gitarre
Victor Brandt – Bass

ENTOMBED A.D. - Dead Dawn

 

„Back To The Front“ hieß es noch vor zwei Jahren. Damals war ich der Meinung, ENTOMBED A.D. würden trotz dieses Albumtitels nicht mehr zu der Speerspitze des Genres gehören. Nach dem Hören von „Dead Dawn“ muss ich diese Aussage revidieren. Die Schweden können es nämlich immer noch – wenn sie wollen.

An der Grundausrichtung hat man freilich nichts geschraubt. Noch immer spielt man eher midtempo-lastigen Death Metal, dessen Genre „Death’n’Roll“ man mit „Wolverine Blues“ vor über 20 Jahren selbst gegründet hat.

Mit „Midas In Reverse“ steigt man eingängig, aber relativ gewöhnlich ins Album ein, um dann mit dem Titeltrack und „Down To Mars To Ride“ zu überraschen. Zwingendes Songwriting, tolle Melodieführung – so etwas erwartet man von Legenden in diesem Bereich!
Danach geht es wieder etwas durchwachsener weiter, großartige und mittelmäßige Lieder wechseln sich ab. „Total Death“ und „The Winner Has Lost“ bilden das eine Ende des oberen Spektrums, „As The World Fail“ und „Silent Assassin“ eher das unteren. Selbst die, im Vergleich, nicht so guten Songs haben immer ein Merkmal, dass sie im Albumkontext interessant macht – Meist ist dies ein markanter Refrain.
Gegen Ende der Platte holen ENTOMBED A.D. dann noch einmal zum großen Schlag aus. Mit „Hubris Fall“, „Black Survival“ und „Not What It Seems“ drei richtige Brecher präsentieren.

Auch am Sound hat man ein wenig gearbeitet. Klang das letzte Werk noch relativ sauber und „rockig“, ist dieses Mal wieder etwas mehr Schmutz im Getriebe. Tönt gut aus den Boxen und passt noch besser zum Gesamtvortrag.

Insgesamt macht „Dead Dawn“ einen wesentlich besseren Eindruck als sein Vorgänger.
Klar, man hätte einen besseren Opener als „Midas In Reverse“ wählen und auch noch an ein paar Melodien in den Strophen feilen können, insgesamt ist „Dead Dawn“ aber ein respektables Album geworden.

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Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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