Plattenkritik

Evan Brewer - Your Itinerary

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Release Date: 16.07.2013
Datum Review: 19.07.2013

Evan Brewer - Your Itinerary

 

Die Rezension stammt aus der Feder von unserem Leser Henno! Dafür vielen Dank!!

Das der 31-jährige EVAN BREWER ein extrem virtuoser Tech-Death Bassist ist, ist nicht erst seit seinem Einstieg bei „THE FACELESS“ bekannt.
Auf seinem zweiten Soloalbum zeigt REGGIE WOOTENS ehemaliger Schützling jetzt erneut eindrucksvoll, dass er sich nicht nur auf Blastbeats und harten Riffs bewehrt, sondern auch in anderen musikalischen Gefilden gut zurecht kommt.


Schon beim ersten Titel wird man überrascht: Im Gegensatz zu seinem Debüt-Album „Alone“, dass nur aus Bass-Spuren besteht, finden sich diesmal auch Piano, Gitarre, Schlagzeug und Elektronische Parts auf dem Album wieder. Die letzteren beiden wurden von Navene Koperweis (ehem. ANIMALS AS LEADERS) beigesteuert, und das hört man auch!
Auch wenn dadurch manche Stellen stark an AAL erinnern, hört man EVAN BREWERS Spiel- und Schreibweise jederzeit heraus, ob dieser Mann jetzt grade die Bass-Spuren für Tech-Death Massaker von THE FACELESS schreibt oder für seine, aus Funk, Jazz und Prog-Rock Elementen bestehenden, Solosongs, seine Spielweise hat immer einen starken Wiedererkennungswert.
Dabei bleibt sie trotz hohem technischen Anspruch immer songdienlich, man hat nicht das Gefühl er würde einem sein technisches Können aufzwingen, der Groove steht eindeutig im Vordergrund.
Im Gegensatz zum Vorgänger werden diesmal wesentlich mehr Effekte eingesetzt, auch wirkt durch die weitere Instrumentierung diesmal alles etwas verspielter, vor allem das Schlagzeug trägt dazu viel bei. Anspieltipp hierzu ist auf jeden Fall „Home away from Home“!

Das Album zeigt sich vielseitiger als „Alone“ und baut außerdem vorher eingeschlagene Pfade weiter aus, der Herr BREWER hat eindeutig an seinen Fähigkeiten als Songwriter geschliffen.
Dank der neuen Begleitung wirken die Tracks auf dem Album auch mit schnellen Bassspuren zum Teil ruhiger und atmosphärischer.

Die Platte hat sehr starke Momente und baut ausdrucksstark Atmosphären auf. Beim ersten Hören wirkt sie weniger Eigenständig, da sie im Gegensatz zu „Alone“ durch die neue Instrumentierung oft nach etwas klingt das man so schon mal meint gehört zu haben (meistens ANIMALS AS LEADERS), aber zumindest bei mir ist der Eindruck nach mehrmaligem Hören verflogen und alles was blieb war Respekt vor der Leistung, die der Multiinstrumentalist hier erbracht hat.
BREWER stellt sich nicht in den Mittelpunkt sondern lässt jedem Lied Raum für sich selbst.
Nicht mal so sehr für THE FACELESS-Fans eine Kaufempfehlung, als für Fans von virtuoser, durchdachter Musik.

Tracklist:
01. The Adjacent Possible
02. Microscopic Scale
03. Another World
04. This Seems Familiar
05. A Little Goes A Long Way
06. Cause For Concern
07. Home Away From Home
08. Full Circle

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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