Plattenkritik

Evanescence - Evanescence

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 07.10.2011
Datum Review: 22.11.2011

Evanescence - Evanescence

 

Na, wer von euch kann mir aus dem Kopf noch fünf weitere Lieder von EVANESCENCE neben „Bring Me To Live“ und „My Immortal“ aufzählen? Es ist eigentlich eine sehr bösartige Frage, denn kaum einer wird diese positiv beantworten können.
Die beiden oben genannten Lieder waren die Hits des ersten Album der Gothic-Rocker. Das zweite Album „The Open Door“, ging dann schon etwas unter. Zu durchschnittlich war das Songwriting auf diesem, zu austauschbar die Melodien und schlussendlich auch die Lieder. Der Ausstieg von Bandkopf Ben Moody war an jeder Ecke zu hören.
Nun hat sich die um Frontfrau Amy Lee formierte Truppe gut fünf Jahre Zeit gelassen, um an einem neuen Album zu schrauben. Es trägt den selben Titel wie die Band - „Evanescence“.

Was ziemlich einfallslos wirkt, setzt sich dann auch in der Musik fort.
Das New-Metal-Riffing ist nach wie vor das selbe. Kaum ein Lied kommt aus dem Schema von ruhigerer Strophe und bombastischem Refrain hinaus – wenn ein Lied dies dann doch einmal tut, ist es eine Ballade. EVANESCENCE proben diese Art von Lied auf dem Album so oft, dass man fast davon sprechen könnte, dass sie diese perfektionieren. Natürlich ist dabei die eine oder andere Melodie dabei, die im Ohr hängen bleibt. Im Großen und Ganzen klingt alles jedoch sehr kalkuliert und akkurat auf das Zielpublikum zugeschnitten. Die Riffs sind stumpf und könnten wohl nur Wasser schneiden. Ja, eigentlich ist die komplette Produktion glattgebügelt und zu brav. Ecken und Kanten fehlen vollkommen.

Schlussendlich wird der dritte Langspieler der Truppe sicher viele Hörer erreichen. Allein den Werbemaßennahmen zum Release ist dies geschuldet. Ihre Fans rekrutieren EVANESCENCE wahrscheinlich jedoch weniger im Hartwurst Sektor, als im Alternative-Rock-am-Ring-Publikum – ohne dies in irgendeiner Weise wertend zu meinen!

Alte Kommentare

von Hipster 22.11.2011 23:25

Emo-Scheiß aus dem 20. Jahrhundert! Meinen 14jährigen Facebookfriends gefällt's super. Mir nicht. 9/10

von Simone 22.11.2011 23:38

Schöne Platte. Erninnert mich etwas an Hot Water Music.

von Mr. E 22.11.2011 23:40

eindeutig eine der stärksten Platten diesen Jahres 10/10 und das ist noch zu wenig

von Blasta Tha Butcha! 24.11.2011 21:55

Mich erinnert das Ganze eher an Frank Turner....nur in weiblich und viel härter. Bin geplättet.

von wo ist die neue kickback? 24.11.2011 23:10

ihr jutebeutelträgerschwuletten.

von Nee. 25.11.2011 18:25

Hat was von Cunthunt 777 mit Eierstöcken.

Autor

Bild Autor

Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

Suche

Social Media