Plattenkritik

Every Time I Die - Gutter Phenomenon

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 20.08.2005

Every Time I Die - Gutter Phenomenon

 

EVERY TIME I DIE haben nach ihrem furiosen, leicht chaotischen "Hot Damn!" das "Gutter Phenomenon" für sich entdeckt. Dies ist nicht nur der Titel der jüngsten Scheibe der Jungs aus Buffalo sondern ist ein längst von der Bildfläche verschwundener Terminus, der den als sündig verschrieenen Rock’n’Roll und dessen zum gesellschaftlichen Zerfall führenden Einfluss umschrieb.

Die auf Ferret Records aufgehoben Band hat entsprechend auch eine Liebe für den guten alten Rock’n’Roll sowie dessen Auswüchse entwickelt. Das Ganze manifestieren sich in dreckigen, abgefuckten Southern Rock Riffs, die dem rumsenden Sound des Fünfers aus Buffalo einen ordentliche, individuelle Breitseite verpasst. Das man viel MOTÖRHEAD hört, verheimlicht man entsprechend gar nicht und die Einflüsse vermischen sich fließend mit dem leicht sperrigem Hardcore, der einem saftige Breakdowns um die Ohren knallt. Frontmann Keith Buckley hat hart an seiner Stimme gearbeitet und wirkt noch angepisster als auf "Hot Damn!". Freunde der chaotischen Tendenzen müssen sich auf "Gutter Phenomenon" mit deutlich zurechtgerückteren Strukturen begnügen, die jedoch vom Songwriting her deutlich gewachsen sind. Die melodischen Parts von EVERY TIME I DIE, die beim Vorgängeralbum bereits verstärkt auftraten wurden ebenfalls an gegebener Stelle forciert, treten jedoch nicht in den Mittelpunkt eines jeden Songs, so dass genügende rohe, berstende Gewalt im Soundrepertoire der Jungs bleibt. Für ihre sündige Musik haben EVERY TIME I DIE auch Gerad Way von MY CHEMICAL ROMANCE und Daryl Palumbo (GLASSJAW) gewinnen können, die jeweils zu einem Track Melodien beisteuern. Der Palumbo Track, "Champing At The Bit", ist übrigens der absolute Überhit der grandiosen Scheibe, der nur so vor temporeichen Arrangements strotzt und derbe nach Vorne geht. Die mehr als tighte Produktion von Machine verspricht einen wahren Genreknaller aus "Gutter Phenomenon" zu machen – auf den gesellschaftlichen Verfall also!

1. Apocalypse Now And Then
2. Kill The Music
3. Bored Stiff
4. Easy Tiger
5. Tusk And Temper
6. New Black, The
7. Champing At The Bit
8. Gloom And How It Gets That Way
9. Guitarred And Feathered
10. L'Astronaut
11. Pretty Dirty

Alte Kommentare

von axel 22.08.2005 11:57

derber spass, die neue ETID!!

von martin 22.08.2005 13:30

na aber sowas von!

von axel 02.10.2005 10:11

leider waren die shows nicht gerade gut besucht...verstehe ich gar nicht a;bum ist da bomb

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Torben

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