Plattenkritik

Expire - Pretty Low

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 20.06.2014
Datum Review: 25.06.2014

Expire - Pretty Low

 

Hier ist er also, der neue Longplayer einer der aktuell angesagtesten Bands der Hardcore Szene, welche sich seit ihrem zurecht hochgelobten Debut Album „Pendulum Swings“ vor gut 2 Jahren vom Geheimtip durch unentwegtes Touren immer mehr ins Rampenlicht spielen konnten.

Auf „Pretty Low“ gibt es 11 mal was deftig auf die Mütze, bei 24 Minuten Spielzeit. Hier gibt es keine Spielchen, viel mehr wird ohne große Umschweife sich ganz und gar auf den Kern jedes einzelnen Songs konzentriert. Sänger Josh wirkt dabei über die ganze Platte hinweg mächtig wütend und angepisst und rotzt die Lyrics regelrecht ins Mikro. Das Songwriting wird weiterhin geprägt von den groovenden und stampfenden, manchmal auch ein wenig Crossover lastigen Gitarrenriffs. EXPIRE sind mittlerweile sicher einer der Bands, welche man direkt erkennt nach wenigen Takten und das hat heutzutage schon mal was zu heißen, in Zeiten in welchen etliche Bands sich gegenseitig kopieren. Überraschungen wird man auf „Pretty Low“ keine finden, die meiste Zeit bewegen sich EXPIRE im Midtempo Bereich und auch wenn es bei Songs wie „Forgetting“ mal kurzzeitig etwas rasanter zu Werke geht, hauen die Jungs doch relativ schnell wieder die Bremse und den nächsten Break rein.

Die Stärke von „Pretty Low“ ist für mich paradoxerweise auch gleichzeitig die einzige Schwäche, die Platte wirkt wie aus einem Guß, dennoch fehlt so ein klein wenig die Abwechslung oder vielleicht der ein oder andere Song, welcher so richtig heraus sticht. Aber nein, ich will nicht meckern, wenn die Songs allesamt auf einem derart hohen Niveau sind, verzeiht man diesen Makel gerne.


Tracklist:
1. Pretty Low
2. Just Don’t
3. Fiction
4. Gravity
5. Nobody
6. Old Habits
7. Forgetting
8. Callous
9. Rejection
10. If It Were Up To me
11. Second Face

Alte Kommentare

von xandyx 28.06.2014 15:05

solides album! 8 punkte gehen klar.

von sXs 01.07.2014 13:47

Für mich klingt das bestenfalls nach local Band Hardcore aus den 2000ern. Ausgelutscht und austauschbar bis über die Schmerzgrenze. Hat die Szene keinerlei Anspruch mehr an ein bisschen musikalisch Substanz, dass sowas jetzt schon als Band gefeiert wird, die sich angeblich nicht mit unzähligen anderen den Kopierer durchreicht?! Schwer nachvollziehbar...

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Felix M.

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ruhiger, bodenständiger Zeitgenosse

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