Plattenkritik

Fear Before the March Of Flames - The Always Open Mouth

Redaktions-Rating

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Release Date: 19.10.2006
Datum Review: 05.10.2006

Fear Before the March Of Flames - The Always Open Mouth

 

Nachdem mich ihr bei Equal Vision wiederveröffentlichtes Erstwerk "Odd How People Shake" absolut umgehauen hat, brachte der zweite FEAR BEFORE THE MARCH OF FLAMES Longplayer, "Art Damage", ein wenige Ernüchterung ins Haus. Die junge Band arbeitete wieder mit regulären Strukturen und den melodischen Backing Vocals von wurde deutlich weniger Platz eingeräumt. Das Album war natürlich noch gut, konnte mit seinem Vorgänger jedoch nicht mithalten. Der dritte Akt ihrer Bandgeschichte trägt den Titel "The Always Open Mouth" und mal wieder kann man bei der Band aus Denver einen ausgeprägten Entwicklungsprozess ausmachen.

Von ihrem Emocore/Screamo/Post Hardcore Sound haben sich die sechs Jungs komplett entfernt und mit dem dritten Release mal eben neu erfunden. Hierzu gehört, dass die beiden Sänger David Marion und Adam Fisher ihre Parts getauscht haben. David bringt nun Melodien während sich Adam dissonant die Seele aus dem Leib kotzt. Sprach man anfangs gerne von CONVERGE und BLOOD BROTHERS Einflüssen, haben sich diese mit "The Always Open Mouth" deutlich in Richtung eines noisigeren, sperrigen BOTCH Sounds verschoben. Man lässt sich noch schwerer greifen und klassifizieren als zuvor und watet in düsteren Mathcore Klangwelten bei denen Melodie und Missklang einen ständigen Kampf um die eigene Vorherrschaft ausfechten. Gelegentlich spielt man auch mal mit industrial Elementen à la NINE INCH NAILS und kreiert sich so einen sehr eigenen und vielseitigen Sound voller Überraschungen. "The Always Open Mouth" beansprucht die komplette Aufmerksamkeit des Zuhörers, zu wild und ungebändigt ist diese Bestie, als das man sie auch nur eine Minute unbeaufsichtigt lassen kann. Trotz des nicht gerade eingängigen Sounds hat man mit "Cassandra To The End Of The World Party" einen düsteren Hit geschaffen, der einen ausgezeichneten Appitizer zum Release darstellt. Auch wenn das erste und das aktuelle (dritte) Album von FEAR BEFORE THE MARCH OF FLAMES nur schwer vergleichbar sind, bleibt "Odd How People Shake" weiterhin mein Favorit. Dennoch ist hier ein großartiges, ambitioniertes Album entstanden, welches die Band auf einen neuen Pfad geschickt hat, der deutlich steiniger und unpopulärer ist. Großes Kino!

Tracks:
1. Absolute Future
2. Drowning The Old Hag
3. Mouth
4. Taking Cassandra to the End of the World Party
5. Ten Seconds in Los Angeles
6. The Waiting Makes Me Curious
7. High as a Horse
8. Dog Sized Bird
9. Complete and Utter Confusion...
10. ... As a Result of Signals Being Crossed
11. My (Fucking) Deer Hunter
12. Lycanthropy
13. A Brief Tutorial In Bachanalia
14. A Gift For Fiction
15. Absolute Past

Band:
David Marion – vocals
Adam Fisher – guitar/vocals
Mike Madruga – bass
Zach Hutchings – guitar
Clayton Holyoak – drums
Billy Johnson – keys/guitar

Alte Kommentare

von si 19.10.2006 09:57

...bin ein bißchen entäuscht nach ein paar durchgängen...

von gordon 19.10.2006 11:36

und warum?

von si 19.10.2006 14:06

ich kann mich weder mit der produktion noch mit dem \"neuen gesang\" und überhaupt den songs nicht anfreunden. da fehlt´s irgendwie an allen ecken und enden...

von Troy 20.10.2006 13:53

war vom Vorgänger ebenfalls mehr begeistert

von PrediX24 27.06.2007 22:39

geniales ALbum !!! Begeistert mich von oben bis unten

von chris 27.06.2007 23:19

seit dem album, sind bei mir fear before the march of flames unten durch..wie kann man sich nur so schlecht verändern...das ist schade! ich kann mich si nur an schließen(auch wenn das etwas spät kommt,aber ich habe das review grade erst gesehen...)

von BigExit 06.11.2010 11:11

Meisterwerk des experimentellen Post-Hardcores. Gerade der neue Gesang ist für mich positiv da er nicht mehr so psychotisch ist.

von Nils 02.12.2010 12:10

KLASSIKER!!

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Torben

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Allschools Chef

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