Plattenkritik

Fear The Sirens - The Ruins We Used To Call Home

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Info

Release Date: 28.12.2012
Datum Review: 16.04.2013

Fear The Sirens - The Ruins We Used To Call Home

 

Bevor ich mir ein Album anhöre, sehe ich mir gerne vorher das Booklet und das Artwork an, ich lese schon ein bisschen in den Lyrics ja und manchmal, wenn es mich ganz besonders juckt auch die Danksagungen. Darüber mag der ein oder andere den Kopf schütteln, aber ich bin doch irgendwie ein Purist und kann mich nicht so Recht mit Downloads anfreunden. Also, ein erster Blick: Das Cover von “The Ruins We Used To Call Home” entlarvt schon gleich aus welcher Ecke hier geschossen wird, mag es an dem Leuchtturm liegen, der da so einsam und verlassen in rauer See steht, ich weiß nur das bei mir sofort alles Metalcore schrie als ich es sah.

Als nächstes dann das Booklet geöffnet, mit den Songs Odissea und Ithaca schließt sich nun auch der Kreis zum Bandname FEAR THE SIRENS. Als geneigter Enthusiast der griechischen Mythologie erkenne ich, dass hier ein gewisses Konzept verfolgt wird das sich an der Irrfahrt des Odysseus orientiert, inwieweit das nun wirklich durchgezogen wurde sei mal dahingestellt aber gut finden, tue ich es alle mal. Es wird weiter geblättert und auf der letzten Seite: Geglättete Haare, Tattoos, gedehnte Ohrlöcher und tiefe Ausschnitte, ein Bandfoto der 5 Römer und ja wir haben ein Metalcore-Album, der erste Eindruck täuscht nicht. Nun also die CD in den Player und...ich werde nicht überrascht, dass ist ganz klar ein Vertreter des erratenen Genres. Auch wenn die Band sich selbst Melodic-Hardcore auf die Fahne schreibt, ist einfach zu wenig davon zu hören, eher ein Stereotypen Metalcore-Sound mit ein paar melodischen Ausflügen.
Schlecht klingt das nicht, mir selbst gefällt es sogar ganz gut, ich kann nicht genau sagen was mich hier so anspringt, aber das Album schafft es sogar auf meinen MP3-Player. Das Quintett klingt am ehesten wie die frühen CLOSE YOUR EYES mit ein bisschen mehr Core. Dem Genre-Fan empfehle ich zumindest ein Reinhören, ihr findet vielleicht nicht eure neue Lieblingsband aber ein ganz solides Album für die Sammlung.

Trackliste:

1. My Name Is No-Man
2. Odissea
3. From Here We Start
4. Till The End Of Days
5. Ithaca
6. Where The Ocean Sleeps
7. This Is War (feat. Josh Baker)
8. Comet
9. The Reach
10. Rewrite The Route
11. A Fire In The Night
12. A New Dawn

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Jonas

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