Plattenkritik

Fighting Fiction - The Long And Short Of It

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Release Date: 20.09.2013
Datum Review: 27.09.2013

Fighting Fiction - The Long And Short Of It

 

Das Punkrock Quartett aus Brighton ist 1,5 Jahre nach dem Erscheinen ihres Debuts nun zurück mit neuer Platte auf Xtra Mile Recordings, dem Label, welches u.a. solche Größen wie FRANK TURNER, DAVE HAUSE oder auch AGAINST ME! im Raster hat.
Während das selbst betitelte Debut Album noch den Eindruck erweckte, als sei eine junge Band noch auf der Suche nach dem Stil, den man fortan gehen möchte mit ihrem Mix aus Punkrock, einer Prise Folk und einigen SKA Einflüssen, klingt „The Long And Short Of It“ doch deutlich gefestigter und (mit wenigen Ausnahmen) mehr als Einheit.
Los geht es mit „Service Station Blues“ einer direkten einfachen Punkrock Nummer, die einen ein wenig an die THE MENZIGERS erinnert, aber das hier ist definitiv mehr Rock als Punk. Punk sind hier die simplen Songstrukturen oder die rotzigen Gitarrenriffs gepaart mit einem angenehmen „ehrlichen“ rockigen Gitarrensound oder wie will man das beschreiben… Ganz einfach nicht überproduziert oder zigmal über einander gelegt im Studio, sondern eher nach dem Motto „Verstärker an, Distortion fast auf Anschlag“ und ab dafür.
Bei „A Common Enemy“ wird plötzlich in „Oh when the saints go marchin in“ eingestimmt erst ist man dadurch ein wenig vor den Kopf gestoßen, nach dem zweiten Hören muss man aber feststellen, dass es gut im Song verpackt ist, aber ob das wirklich nötig gewesen ist, sei mal dahin gestellt.
An mehreren Punkten hört man den Einfluss, den FRANK TURNER allem Anschein nach für das Quartett haben muss, ganz deutlich und findet seinen Höhepunkt in dem Song „The Getaway“, ein Song, welcher auch locker auf dem aktuellen Album TURNERs hätte zu finden sein können.
Die erste Single des Albums „Enabler“ schlägt eine etwas andere Richtung Weg vom Punk mehr in Richtung Alternative oder Indie mit gemäßigterem Tempo ein, auch das beherrschen FIGHTING FICTION gut, mir persönlich gefallen die dreckigen einfachen Punkrock Songs, hier und da mit etwas Folk angehaucht, jedoch am besten. Auch die reine Akustik Gitarren/ Gesangsnummer „Rebel without a cause“ kann mich nicht überzeugen, viel mehr ist man nach 4 Minuten eher froh wenn der Song vorbei ist, zur sehr in einem Tempo und ohne Höhepunkt.
So muss man sagen, dass nicht alle Songs auf „The Long And Short Of It” überzeugen können, es hat die ein oder andere Schwäche, trotzdem ist ein deutlicher Fortschritt auf dem oft als schwierigen zweiten Album festzustellen. Freunde von FRANK TURNER, THE MENZIGERS oder auch THE GASLIGHT ANTHEM sollten FIGHTING FICTION mal auschecken.

Tracklist:
1. Service Station Blues
2. All in the Delivery
3. A Common Enemy
4. The Getaway
5. Enabler
6. Smiling Through Gritted Teeth
7. Rebel Without a Cause
8. Casey Jones, Unio Scab
9. The Long and Short of it
10. Bitter Sweet Bitter
11. The trials and tribulations of a talent show contestant

Autor

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Felix M.

Autoren Bio

ruhiger, bodenständiger Zeitgenosse

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