Plattenkritik

Finntroll - Ur Jordens Djup

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Release Date: 30.03.2007
Datum Review: 29.03.2007

Finntroll - Ur Jordens Djup

 

Drei Jahre nach ihrem letzten Album „Nattfödd“ und mit neuem, mittlerweile drittem, Sänger im Gepäck melden sich FINNTROLL mit „Ur Jordens Djup“ (was soviel heißt wie ‚Aus den Tiefen der Erde’) zurück – und wie!

Das die trinkfesten Finnen mit ihrer genialen Mischung aus ‚Humppa’ und Black Metal weder ein Gag noch eine Eintagsfliege sind, hat mittlerweile fast jeder akzeptiert und es scheint, als wollen FINNTROLL mit ihrem neuen Longplayer auch die letzten Zweifler endgültig in die Schranken weisen.

„Ur Jordens Djup“ präsentiert sich als das bisher aggressivste und metal-lastigste Album der Band. Spielten die ‚Humppa’- Elemente auf dem Vorgängeralbum noch eine sehr dominante Rolle, so sind sie auf der neuen Scheibe eher das berühmte ‚Tüpfelchen auf dem i’ mit dem sich FINNTROLL weiterhin angenehm aus der breiten Massen skandinavischer Black- Metal Bands hervorhebt. Das soll jedoch nicht heißen, dass Fans der Band nicht auf ihre Kosten kommen. Songs wie „En Mätig Här“ und „Korpens Saga“ stehen auch ganz in der Tradition der vorangegangenen Alben. Gleichzeitig zeigen die Trolle aber auch mehr als zuvor, dass sie in der Lage sind auch gute, ‚normale’ Songs zu schreiben. Songs? Naja, Riffs immerhin – denn dankenswerter Weise findet sich auf „Ur Jordens Djup“ nicht ein Stück das gänzlich auf den typischen FINNTROLL sound in Form von ‚Humppa’ verzichtet.

Die Finnen geben sich in jedem Fall professioneller und musikalisch gesehen reifer als je zuvor ohne dabei den Spaßfaktor zu reduzieren. In diesem Sinne kann ich also nur sagen: staubt die Trinkhörner ab, füllt sie mit Met und weckt den Troll in euch!



1. Gryning
2. Sång
3. Korpens Saga
4. Nedgång
5. Ur Djupet
6. Slagbröder
7. En Mätig Här
8. Ormhäxan
9. Maktens Spira
10. Under Två Runor
11. Kvälling

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Tim

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