Plattenkritik

Fire In The Attic - Fire in the Attic

Redaktions-Rating

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Release Date: 13.03.2009
Datum Review: 10.03.2009

Fire In The Attic - Fire in the Attic

 

FIRE IN THE ATTIC können scheinbar gar nicht anders als ein Album ohne Wirbel zu veröffentlichen. "Cum Grano Salis" erschien umsonst in der Visions und sorgte somit für jede Menge Wirbel. Futter für alle Zweifler und Hetzer auf der einen Seite, Freude auf der anderen Seite für die Anhänger der Köln-Bonner Formation. Alles schien gut zu laufen doch schnell gab es mehr Futter für die Zweifler und Hetzer. Wer FITA zu dieser Zeit live erlebte sah eine unmotivierte Band ohne jeglichen Unterhaltungsfaktor. Irgendwas schien nicht zu stimmen. Vielleicht waren es auch einfach nur schlechte Tage aber leider kam recht schnell die Meldung "Ole ist raus". Vorerst tatsächlich überraschend doch schnell stand der Nachfolger fest. Thomas Prescott, damals Keyboarder von KENAI (die irrtümlich immer wieder als Hardcore-Band bezeichnet werden), sollte der neue werden.

Die ersten Auftritte von FITA gestalteten sich als Spießroutenlauf doch Frontmann Thomas ging auf die Vollen. Scheinbar brachte er neuen Wirbel in die Band und schnell entpuppte er sich als Publikumsliebling. Spielereien gab es, Akustik-Songs und überhaupt alles das, was es in letzter Zeit bei FITA gar nicht mehr gab. Gute Entscheidung?

Ebenso schnell wie alle Ereignisse der letzten FITA`schen Zeitrechnung gab es dann die Meldung eines neuen Albums. Internetforen wurden gesprengt mit "früher waren die geiler" Plattitüden und die Anspannung, des neuen FITA Werkes ist wirklich zu spüren.

Zu aller Überraschung aber muss man feststellen – die Glanzleistung ist geschafft. FITA klingen so frisch wie selten nicht mehr und haben endlich den nötigen Tiefgang den sie vorher nie eingefangen konnten.

Dementsprechend scheint die Frage "Are we there yet?" innerhalb 13 Songs nahezu selbst beantwortet. "Running with Scissors" punktet eben mit dem erwarteten Tiefgang im Refrain und bietet überhaupt ein druckvolles Gitarrenspiel welches nie besser klang. Man hört noch immer, dass hier das FIRE IN THE ATTIC sind und etwas neues wurde hier nicht erfunden doch für die widrigen Umstände dieses Releases muss man sich eingestehen, dass FIRE IN THE ATTIC schlicht und einfach gut ist. Die Produktion übernimmt da das übrige und übergibt dem Hörer einfach die Tracks, die teilweise so geil scheppern wie es noch nie der Fall war. "Heartbeats for Paychecks" beispielsweise ist ein böser Punk-Bastard der endlich die Frische zeigt, die in FITA noch lauert. Das nachfolgende "Clockworks" hingegen erstreckt sich als astreines Mid-Tempo Perlchen und lässt hoffentlich die letzten Zweifler inne halten.
Dass die zweite Albumhälfte bei aller Kreativität etwas lauer ausfällt kann man in diesem Falle also gerne mal mit einem Augenzwinkern durchgehen lassen. Zur Abwechslung nämlich könnte man sich mal freuen für die Band.

Alles in allem haben FITA sicherlich keinen Meilenstein aufgenommen, wie erwähnt haben sie allerdings unter fiesen Umständen ein komplexes Stück Musik geschaffen und nebenher ihr fast bestes Album aufgenommen. Bleibt zu wünschen, dass FITA für ihre Arbeit auch belohnt werden, denn das letzte Konzert der Herren welches ich sah, war mit knapp 30 Leuten eher mittelmäßig besucht..

Tracklist:

1. Are We There Yet?
2. Running With Scissors
3. Wide Exes
4. Heartbeats For Paychecks
5. Clockworks
6. Emergency Exit
7. The Failure Part I - The Nightmare
8. The Failure Part Ii - The Hangover
9. A Call Into Arms
10. Sinking (Relation)Ship
11. Call It Quits
12. Imperfection Is Infinite
13. Shapeshifting Mountain

Alte Kommentare

von bruce 11.03.2009 10:02

braucht man nicht mehr wirklich.

von chris 11.03.2009 16:56

also ich find das album auch kein superteil, aber ganz in ordnung... an die tolle crush/rebuild wird wohl nix mehr rankommen, aber für eine sache muss ich die band jetzt doch noch sehr loben: sie lassen sich von der öffentlichkeit unbeeindruckt und ziehen ihr eigenes ding durch ohne irgendwelchen trends hinterherzulaufen und das find ich weiterhin gut und macht sie mir sehr sympathisch! cd find ich ganz gut... 6,5/10

von bruce sagt 11.03.2009 18:06

braucht man nicht mehr wirklich und verschwindet mit seinem neuen miles away shirt ins dortmunder mc donalds. haha du witzfigur.

von Sno 11.03.2009 21:14

Absoluter Griff ins Klo, auch nach mehrmaligem durchhören bleibt da nichts besonderes hängen. 1,2 recht ordentliche Songs dabei aber der Rest ist einfach nicht zu gebrauchen. 5/10 dafür das man es sich anhören kann ohne zu penetrant zu werden.

von MyWay 12.03.2009 10:45

die platte geht gar nicht.... total grotte

von hannes 12.03.2009 12:01

alter kommt mal klar! vlt. nicht der hammer aber solide. und 1000 mal besser als das xte Deathmetalalbum oder irgendeine gehypte Elektro-Kinderlieder-Metal-Kack ohne tiefgang

von FKK 12.03.2009 12:03

"und 1000 mal besser als das xte Deathmetalalbum oder irgendeine gehypte Elektro-Kinderlieder-Metal-Kack ohne tiefgang" N E I N

von Sno 12.03.2009 12:51

selbst wenn die Platte Tiefgang hätte, würde das Geschickt durch diesen " Sänger " verdeckt werden ...

von Norma Jens 12.03.2009 15:40

@ FKK: D O C H! Definitiv!

von FKK 12.03.2009 15:42

@Norma Jens: Na gut, dann halt NICHT!

von naja 16.03.2009 17:54

die songs an sich sind schon ok, aber hätten die sich nicht nen sänger holen können, der singen kann?

von besser als der alte 16.03.2009 18:45

aber trotzdem schlecht

von Chris aus Paderborn 18.03.2009 17:48

Coole Platte, ich hab mich seit dem ersten Song aufm Visions Sampler sehr drauf gefreut und war gespannt wie der Tommy (haha ... eh? niemand?) sich machen würde. Um ehrlich zu sein, ich finde, dass er seine Rolle toll macht, aber ich steh ja auch auf Gallows. ;) Hier und da nimmt man ein paar angenehme Portionen von Frank Carters Gesang mit ins Boot, insgesamt hat Thomas aber eine coole, eigenständige Stimme, die irgendwo zwischen Frank, Oli Skykes und John Lennon fällt. :D Fein. Ich bin jetzt seit der C/R dabei und hatte Ole ins Herz geschlossen, aber die Band noch viel mehr. Darum freu ich mich, dass es weiter geht. Und für mich bleiben sie die "trendigste Band, die niemals trendy war oder wird", einfach weils kein "moshiger BrutalDeathNoseblablablaCore" ist. Aber solang sie so weiter machen, kauf (!) ich mir weiterhin jedes ihrer Alben. :)

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Raphael

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