Plattenkritik

Fire at will - Hoping for the best, Expecting the worst

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Release Date: 01.01.2011
Datum Review: 12.02.2011

Fire at will - Hoping for the best, Expecting the worst

 

Ein erster Blick über die Pomo-Unterlagen gibt oft Aufschluss, was einen in den folgenden Minuten erwartet. Nicht so bei FIRE AT WILL. Das Cover lässt schlimmes erahnen, zwischen METAL- und DEATHCORE könnte man es einordnen, das Promosheet kündigt "modern old school punk/hardcore" an, und das Bandfoto lässt fast schon eine Folkpunk-Band vermuten. In dem Augenblick, wo die Nadel sich der Platte nähert, muss ich unfrewillig lächeln, beschreibt doch der Albentitel mein Gefühl sehr gut: "Hoping for the best, Expecting the worst"

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Muskalisch bewegen sich FIRE AT WILL innerhalb des modernen Hardcore, BANE und COMEBACK KID mögen hier als Referenzen herhalten. Falsch machen sie nichts auf ihrem Debüt, doch bietet es auch nirgendwo eine Kante, an der man sich festhalten kann. Die Texte wissen nicht zu fesseln, die Songs sind okay, aber in keinem Augenblick mehr und auf Experimente lassen sich FIRE AT WILL nicht ein. Hier und da gibt es ein einen Breakdown, ein vereinzeltes Gitarrensoli oder einen Part zum mitgröhlen. Alles nicht schlecht, doch nichts davon weiß zu packen. Unterstrichen wird dieser biederne Eindruck von der sehr glatt geratenen Produktion.

Am Ende bleibt kein Gefühl. Die Franzosen liefern ein solides, aber belangloses Album ab. Musikalisch wissen FIRE AT WILL zu überzegen, das sie Songs schreiben können zeigen sie ebenfalls auf Hoping for the best, Expecting the worst, doch was fehlt: Das Gefühl, welches jemanden einfängt. Bei mir zumindest haben sie es nicht geschafft. Wer die Musik mag ist aber gerne dazu aufgerufen, sich ein eigenes Urteil zu bilden.



Tracklist:
01 Hoping for the best...
02 A broken contract of loyalty
03 stuck in the past
04 drastic turn
05 welcome drama
06 New kind of therapy
07 These days
08 It's ok i'm fine
09 Dancing with the living dead
10 leave the kids alone
11 it's nothing personal
12... expecting the worst

Alte Kommentare

von Shit 13.02.2011 09:19

Witzig, an Metal oder gar Deathcore denke ich bei diesem Cover so gar nicht. Eher an Emocore vielleicht noch Metalcore... jedenfalls so was in die Richtung Farewell To Freeway.

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Torsten H.

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