Plattenkritik

Five Finger Death Punch - American Capitalist

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Release Date: 21.10.2011
Datum Review: 01.12.2011

Five Finger Death Punch - American Capitalist

 

Ganz im Sinne von Altmeister Bill setzen die Herren von FIVE FINGER DEATH PUNCH erneut zu Schlag an. Während das Quintett in Amerika mit den ersten beiden Alben Goldstatus erreichen konnte, versucht man nun mit „American Capitalist“ am Erfolg der Vorgänger anzuknüpfen und auch jenseits des großen Teiches mehr Anhänger für sich zu gewinnen.

Die Technik der Schläger ist wahrlich nicht neu, aber dennoch gekonnt, oder sagen wir, „catchy“ angewandt. Mit einer geballten Mischung aus MODERN und NEW METAL setzen sich FIVE FINGER DEATH PUNCH im Stile von DISTURBED oder STONE SOUR mit treibenden und groovenden Drums, breiten und melodischen Gitarren bestens in Szene und transportieren mit der wandelbaren Stimme von Ivan Moody jeden Song ins Wunderland der großen Hooklines. Dabei beherrschen sie das Wechselspiel zwischen aggressiven Strophen und hoch melodiösen Refrains nahe zu perfekt. Songs wie „American Capitalist“ oder „The Pride“ knallen, drücken nach vorn und sind bestens dazu geeignet, die Highlights der NFL-Spiele zu untermalen. Das etwas andere Gesicht zeigen FIVE FINGER DEATH PUNCH immer wieder in ihren Balladen. Hier bedient man sich an den typischen Instrumenten aus der Schmalzfabrik und geht so tief unter die Haut, dass selbst Fans von SHINEDOWN oder THREE DOORS DOWN ihr Kontingent an Taschentüchern aufstocken müssen. Auch die dicke Blockbuster Produktion von Kevin Churko, der bereits schon für OZZY OSBOURNE oder HINDER an den Regeln saß, setzt das Ganze bestens in Szene.

Doch machen wir uns nichts vor. Womit FIVE FINGER DEATH PUNCH hier erneut zum Goldschlag ausholen, ist nichts weiter, als das Produkt einer von vorne bis hinten durch kalkulierten Produktion. Die ganze Aggressionen und Emotionen sind durchtränkt mit Kalkül, Kitsch und Klischee. Wer das ausblenden kann, findet in „American Capitalist“ die perfekte Unterhaltung. Alle anderen sollten jedoch die Finger davon lassen.

Tracklist
01. American Capitalist
02. Under And Over It
03. The Pride
04. Coming Down
05. Menace
06. Generation Dead
07. Back For More
08. Remember Everything
09. Wicked Ways
10. If I Fall
11. 100 Ways To Hate

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Mulder

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