Plattenkritik

Fotos - Nach dem Goldrausch

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Release Date: 28.03.2008
Datum Review: 15.09.2008

Fotos - Nach dem Goldrausch

 

2006 brachten FOTOS aus Hamburg ihr erstes Album auf den Markt, welches sofort einen Achtungserfolg für den jungen Vierer brachte. Nicht zuletzt wegen der packenden Single „Giganten“. Vergleiche, Fotos seien die deutschen BLOC PARTY, wurden laut und wenn man sich das Debüt genau anhört, muss ein jeder zugeben, dass tatsächlich das ein oder andere Mal Bloc Party’s „Silent Alarm“ von FOTOS angehört wurde. Nun, nach umjubelten Auftritten auf dem Hurricane/Southside Festival 2007 erscheint im März 2008 endlich der Nachfolger. Die Messlatte lag hoch und FOTOS wussten, dass es nicht einfach werden wird die Meute zu begeistern. Die Presse fletscht bereits die Zähne und die Fanschar möchte mehr vom bittersüßen Deutschen Indie, den es so, viel zu selten gibt.

„Nach dem Goldrausch“ eröffnet das gleichnamige Album und könnte für verdutzte Gesichter sorgen. „Ah-ha-ha-ha-ha’s“ am laufenden Band und auch wenn man weiß was die Stimme von Thomas Hessler kann, ist man erst mal verwundert. Im schlimmsten Falle könnte das von Bohlen stammen, im besten gefällt es nach 2-3 Durchgängen. Tatsächlich tritt der zweite Fall ein, auch wenn es lange dauert. Wer sich auf Songs wie „komm zurück“ von dem gefeierten Debüt freut wird zunächst enttäuscht. „Serenaden“ plätschert zu sehr vor sich hin, da die geballte Energie der kratzenden Gitarren vom Debüt fehlt und tatsächlich in den guten Sequenzen an MADSEN erinnert. Bitte, lasst es besser werden. „Ein Versprechen“ beginnt hoffnungsvoll. Die typische Beziehungskiste und tatsächlich – so wie man FOTOS kennen lernte präsentieren sie sich endlich. Zwar fehlt auch hier die gewisse Ungestüme Art die Gitarren zu bedienen aber trotzdem – das war gut. Bisher keine Tanzflächenfüller und wo bleibt bitte ein Song wie „Giganten“? Bitteschön – „Explodieren“ stellt das Highlight des Albums dar. „hör endlich auf nur zu funktionieren jetzt ist die zeit zu explodieren“. Klingt plakativ und lethargisch, erfüllt das Herz aber von der ersten bis zur 4.27en Minute. Was danach kommt ist das plätschern, welches mit „Serenaden“ bereits begonnen hat. Ein paar okaye Momente und eigentlich auch grundsolide. Misst man das ganze allerdings am Debüt so muss man zugeben – FOTOS verblassen.

Tracklist:

1. Nach dem Goldrausch
2. Serenaden
3. Ein Versprechen
4. Ich häng an dir und du hängst an mir
5. explodieren
6. ein freak und ein spinner
7. das ist nicht was ich will
8. fotos
9. essen schlafen warten und spielen
10. kalifornien

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Raphael

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