Plattenkritik

Frontier(s) - There Will Be No Miracles Here

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Release Date: 20.08.2010
Datum Review: 14.08.2010

Frontier(s) - There Will Be No Miracles Here

 

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man den Play Knopf einer neuen Platte drückt und die ersten Töne erklingen und man denkt direkt „Wow“? Wenn man direkt weiß, dass diese Platte einen lange begleiten wird und gleichzeitig wirkt wie ein alter Freund, den man schon ewig kennt? Nun, im Falle der FRONTIER(S) ist das gar nicht so unwahrscheinlich. Hinter der Band steckt Chris Higdon, der auch bei den Emo-Helden von ELLIOT bereits Frontmann spielte. Higdon tat sich mit MOUTHPIECE Gitarrist Matt Wieder zusammen, packte zwei weitere Freunde ein und nahm mit „There Will Be No Miracles Here“ ein großartiges Debüt auf, welches gleich an die gute alte Emo-Zeit erinnert.

Und das beginnt direkt mit dem großartigen Opener „Little Wolves“. Wenn man die Gitarre hört, kurz danach der Bass und die Drums einsetzen und Higdon sehnsüchtig fleht: „along the way / count the weapons / count the wolves / cound the sheep“ ist man gleich wieder in der alten ELLIOT Zeit. Dass es solche Musik noch gibt, überlegt man sich und ehe man sich versieht beginnt mit „Von Veneer“ ein lupenreiner Rock-Song mit unglaublich energischem Refrain und tollen zweistimmigen Parts, die immer wieder Higdon herausstechen lassen. Man könnte das natürlich als Nachteil auslegen, vorwerfen, dass auch „There Will Be No Miracles Here“ lediglich eine weitere ELLIOT Platte sei, eben nur in schlechter. Aber das wäre gelogen. Die Stimme raubt einem natürlich viel der Fantasie an eine völlig neue Band, aber das sind die FRONTIER(S) nunmal. Und das hört man vor allem an dem deutlichen Rock-Einschlag, der hier vorherrscht. Jeder Song ist getränkt von einer melancholischen und doch wütenden Idee an Rock, trotzdem wagt man immer wieder den Gang in die Anfänge des Emo, zelebriert beispiellose Intensität und schafft mit „Poor Souls“ einen absoluten Übersong, der ebenso wie alte ELLIOT Songs ewig halten könnte/müsste. Da wäre der Kreis doch auch irgendwie geschlossen, oder? Fazit: „There Will Be No Miracles Here“ ist sowas wie das modernste Emo-Album der letzten Jahre und macht daraus keinen Hehl. Dass die FRONTIER(S) eine völlig neue Band sind ist dabei allerdings schwer, vom bloßen Hören, zu glauben, da die Stimme von HIGDON einfach zu einprägsam ist. Aber es gibt wahrlich schlimmeres.

Tracklist:

1. Little Wolves
2. Von Veneer
3. Sea Of Galilee
4. Abul Abbas
5. Bones
6. Marching Line
7. Poor Souls
8. Young Lives
9. You Are Secrets
10. Dirty Pets

Alte Kommentare

von 14.08.2010 08:41

von Fabian 14.08.2010 12:48

mal reinhören.

von Anonymous 15.08.2010 10:14

Die heißen ja genau wie der französische Horror/Torture-Porn Film. ;) (den man auch empfehlen kann, aber nur die Uncut und nicht die deutsche Fassung) Naja, Band an sih ist gar nicht meins...

von Alex G. 15.08.2010 10:54

Naja, so richtig richtig gut ist der auch ungeschnitten nicht. Reiht sich ein in die Serie der extremen ranzösischen Filme.

von iamian 15.08.2010 12:15

fand den film auch nicht so gut. da fand ich inside um einiges kompromissloser und unterhaltender. freu mich schon auf enter the void :) so genug offtopic, hab ja bei den news schon geschrieben bzw. mich gefragt, wie lang die wohl den namen behalten dürfen.

von Bbo 21.08.2010 17:27

Danke Chris Higdon! Allein der Song "Dirty Pets" treibt einem alten Falling Forward/Elliott Fan ein eiskalten Schauer über den Rücken und die Freudentränen in die Augen

von Fabian 01.09.2010 06:57

wirklich groß! vor allem dirty pets und abul abbas

von 02.09.2010 02:42

von 02.09.2010 13:55

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Raphael

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