Plattenkritik

Fuck Your Shadow From Behind - Freigeist

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Release Date: 26.02.2010
Datum Review: 19.02.2010

Fuck Your Shadow From Behind - Freigeist

 

"Wer nicht durch die Augen des Todes schauen oder wer sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen möchte, der sollte zumindest schon einmal seinen Schatten von hinten gef#### haben"

Sind FUCK YOUR SHADOW FROM BEHIND das nächste große Ding? "Freigeist" trifft den Zeitgeist, da alle musikalischen Auswüchse des Deathcore inklusive ansprechendem Coverartworks, schrecklich einfältigem Logos und des augenzwinkernden, nicht nachhaltig einsetzbaren Bandnamens auf dem Debütalbum des Würzburger Sextetts vorhanden sind. Technisch erhaben prügeln sich FYSFB durch die komplett auf deutsch vorgetragenen Texte und greifen dabei auf die herkömmlich bekannte Variante von zwei Sängern zurück. Sie bedienen sich auf ihrer zehn Stationen Reise des Gestrüpps aller extremen Spielwiesen, ohne jedoch eigene Akzente setzen zu können. Gut hingegen bauen sie originäre Hardcore Elemente in ihren Sound, auch gelingt ihnen das Zurücknehmen in das Reich der Melodien und in die Gebiete der WFAHM (mit denen sie zusammen tourten und die immer wieder durchschimmern) beeinflussten, jazzig angehauchten Einsprengsel. Hier zeigen FYSFB ihr Verständnis vom Einbinden diverser Kreationen in einen stimmig wirkenden Pool aus Hass, Wollust und Feinfühlungsvermögen. Das dieser Pool bereits von mehreren Bands vor ihnen besucht und auch besser mit Playmates befüllt wurde soll genauso wenig verschwiegen werden wie die Tatsache, das "Freigeist" meilenweit vom erhofften dicken Ding in der Szene entfernt ist.

Tracklist:
01 - Das Erlöschen Der Qual [Pt. I]
02 - Der Wahrheit Zweites Gesicht
03 - Wandel Und Replik
04 - Es War Die Zeit
05 - Verse Der Freiheit
06 - Zwielicht
07 - Die Abkehr
08 - Tristesse
09 - Ein Tagwerk
10 - Auf Reise

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Clement

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Ich fühle mich zu alt