Plattenkritik

Fueled By Fire - Spread The Fire

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 10.08.2007
Datum Review: 01.08.2007

Fueled By Fire - Spread The Fire

 

 

Mittlerweile dürfte fast jedem Leser klar sein, dass in den letzten Monaten eine gewisse Retro-Rock und –Trash Metal-Welle im anrollen ist. Ob der Aufguss alter Trash Metal Klänge im Jahre 2007 seine Daseinsberechtigung hat, muss jeder für sich selbst entscheiden, doch das hält auch die 4 Jungs nicht davon ab, in genau diese Retro-Welle mit aufzuspringen. Optisch erfüllen sie dann auch schon mal die Grundvorrausetzungen: enge Jeanshosen, schwarze Lederkluft und eine lockige und wehende lange Haarpracht zieren die Herren um Sänger Gio.

Das Gründungsjahr der Band liegt dann auch ein wenig länger zurück. Im Jahre 2002 startete die Band ihr musikalisches Schaffen und hat sich seit dem zu einer der wenigen führenden Underground-Bands der West Coast-Thrash Revival-Szene gemausert. Nach einigen Line-Up Veränderungen ging man dann ins Studio um die 4-Track-Demo „Life...Death ...and Fueled by Fire!“ aufzunehmen.

Viele Monate später hat man dann im März 2007 einen Plattenvertrag bei Metal Blade unterschrieben und veröffentlicht mit „Spread The Fire“ ihr Debütalbum, was jedoch schon im Jahre 2006 auf einem anderen Label das Licht der Welt erblickte. Das Re-Release hat nicht nur einen komplett neuen Mix sondern wartet auch mit 2 Bonus Songs auf.

Musikalisch darf der Hörer dann eine bunte Mixtur aus Old School Trash-Metal erwarten, die in die gleiche Kerbe einschlägt, wie es METALLICA, JUDAS PRIEST, TESTAMENT oder IRON MAIDEN schon vor einigen vielen Jahren vollbracht haben. Pfeilschnelle Gitarrenriffs, ebenso schnelles Drumming, melodienvolle Soli, wildes gekeife und gekreische von Sänger Gio ziehen sich wie ein roter Faden durch die insgesamt 11 Songs. Ich kann soundtechnisch leider keinen Vergleich zum Original Release ziehen, aber der Sound, der auf dem Re-Release geboten wird, ist dem Old-School-Sound absolut angemessen und lässt ihn in einem guten Altglanz erscheinen. Jedoch fehlt ein wenig die Intensität des Schlagzeugs, was dann leider im Hintergrund ein wenig untergeht. Das ist aber das einzige kleine Manko, was man dem Sound absprechen kann.

Zugegeben, das klingt zwar alles durchaus etwas Altbacken, was die Herren aus Kalifornien da zelebrieren. Aber das kann egal sein, denn sowohl das Songwriting als auch der dreckige Old-School Sound bieten für 11 Songs lang einen Ausflug in die Trash Metal Vergangenheit, der jeden Genre-Fan zufrieden stimmen dürfte.

Anspieltipps: Thrash Is Back, Betrayal, Metal Forever, Command Of The Beast

Tracklist:

01. Ernest Goes To Hell - 2:15
02. Thrash Is Back - 5:14
03. Striking Death - 3:33
04. Spread The Fire!!! - 4:11
05. Betrayal - 5:23
06. Massive Execution - 2:57
07. Metal Forever - 3:23
08. Dreams Of Terror - 4:08
09. Command Of The Beast - 5:03
10. Chaotic Punishment - 4:56
11. Put To Death - 5:05

Autor

Bild Autor

Christoph

Autoren Bio