Plattenkritik

Funeral For A Friend - Welcome Home Armageddon

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 11.03.2011
Datum Review: 24.02.2011

Funeral For A Friend - Welcome Home Armageddon

 

Nachdem es sich mit der im letzten Jahr erschienenen EP „The Young And Defenceless“ bereits angekündigt hat, melden sich die Waliser um FUNERAL FOR A FRIEND nun mit einem neuen Album zurück. Obwohl ich nach erscheinen ihres Greatest Hits Albums 2009 nicht mehr damit gerechnet hätte, sind die Jungs nun doch wieder auf der Bildfläche erschienen und legen ihren Fans Album Nummer fünf mit dem Titel „Welcome Home Armageddon“ vor.

Mich persönlich verbindet mit dieser Band eine jahrelange Liebschaft, die sie über Jahre zu meinen persönlichen Helden machen sollte. Angefangen hat dies mit ihrem überragenden ersten Album „Casually Dressed And Deep In Coversation“. Während FFAF in den folgenden Jahren musikalisch etwas nachließen, denn „Hours“ und „Tales Don't Tell Themselves“ reichten nie an ihr Debutalbum heran, blieb meine Verbundenheit zu ihnen beständig. Doch leider endete auch mit dem folgenden „Memory And Humanity“ ihre Entwicklung hin zum poppigen und charttauglichen nicht und so fing es immer mehr an bei uns zu bröckeln. So langsam ging das Vertrauen, das ich auf das musikalische Können und Talent der Jungs setzte, verloren. 2009 glaubte ich dann schon an ein Ende der Band, denn nach dem Reinfall, der sich „Memory And Humanity“ schimpft, ein Greatest Hits Album zu veröffentlichen, kam mir wie das letzte Lebenszeichen einer einst so großen Band vor. Doch FUNERAL FOR A FRIEND sind noch nicht tot, nein, ganz und gar nicht. Eher scheint es, als wären sie mit „Welcome Home Armageddon“ zu neuer Lebenskraft und Energie gelangt.

Nach dem kurzen Intro „This Side Of Brightness“ geht es mit „Old Hymns“ ungewohnt beschwingt und flott nach vorn. Wie immer punktet die Band natürlich auch mit einer super Produktion und der grandiosen Stimme Matt Davies. Jedoch hält man diesmal nicht zu sehr an balladesken Passagen fest, sondern bringt etwas mehr Schwung in die Sache. Das folgende „Sixteen“ wird bei einigen Durchläufen, die die Platte wirklich braucht um sich zu entfalten, zu einem echten Ohrwurm und lädt nur so zum tanzen und mitsingen ein. Ein wenig fühlt man sich hier wieder an alte Stücke der Band erinnert und schwelgt verträumt in Erinnerungen. Auch das folgende „Aftertaste“ ist so ein Song. Auf ganzer Länge des Albums bekommt man den Eindruck FFAF orientieren sich wieder vermehrt an ihrem alten Sound und versehen ihn mit neuer Frische. Ein Umstand der jedem Fan der Band das Herz aufgehen lässt. „Front Row Seats To The End Of The World“ und „Spinning Over The Island“ bringen mit vermehrtem Screaming dann auch endlich wieder ein wenig mehr Härte in den Sound. Doch ganz ohne Balladen kommen die Waliser nicht aus, womit sich auch „Owls (Are Watching)“ erklärt. Doch hält der Song gut die Waage zwischen ruhigen und schnellen Parts und kommt somit nicht zu schmalzig daher.
FUNERAL FOR A FRIEND haben somit, nach den letzten eher schwachen Alben, mit „Welcome Home Armageddon“ für meinen Geschmack endlich die Kurve bekommen und wissen wieder zu überzeugen. So schlägt zumindest mein Herz bei dieser Band wieder etwas höher.


Tracklist:
01. This Side Of Brightness
02. Old Hymns
03. Sixteen
04. Aftertaste
05. Front Row Seats To The End Of The World
06. Spinning Over The Island
07. Man Alive
08. Owls (Are Watching)
09. Damned If You Do, Dead If You Don't
10. Medicated
11. Broken Foundation
12. Welcome Home Armageddon

Alte Kommentare

von wäre schön. 24.02.2011 23:27

seit tales konnte ich sie nicht mehr hören. dabei warn sie die erste band, von der ich je ein shirt besessen habe.

von das coverartwork 25.02.2011 10:58

sieht beschissen aus. bzw. passt nicht zu FFAF

von wrp 25.02.2011 14:20

Dass "Sixteen" und "Damned If You Do, Dead If You Don't" schon auf der EP waren und dass sie seit "Memory & Humanity" zwei neue Mitglieder haben, die wohl für etwas neuen Schwung soregn, hätte man meiner Meinung nach erwähnen können/sollen. Ansonsten: ich bin sehr gespannt. Die EP fand ich großartig, "Spinning over the island" schließt sich da an. "Front Row Seats..." klang mir etwas zu konstruiert zwischen Screaming-Strophe und Gesangs-Refrain.

von gnihihi (member) 25.02.2011 16:51

tales war durchgängig kacke, aber memory & humanity war doch wieder ein deutlicher schritt nach vorne. bin gespannt.

von Killswitch Engage 18.03.2011 16:19

Ich muss sagen, mir ging es mit er Band ähnlich wie dir, Wencke. Die beiden EPs und das Debut-Album abgefeiert wie sonst was, "Hours" war auch noch ganz cool. Die beiden folgenden Alben waren dann aber im Vergleich eher nicht so der Bringer, die Band wurde zunehmend immer langweiliger. Ich war daher aufgrund deiner Rezension sehr gespannt, und habe nun auch mal reingehört. Und tatsächlich: Da werden hier und da Erinnerungen an alte Zeiten wach. Hatte ich ehrlich gesagt schon fast nicht mehr mit gerechnet. Tendenziell bester Song: Broken Foundation

von Cock (Goldmember) 08.06.2011 04:37

das mit den alten erinnerungen blitzt aber nur sehr selten auf ^^ ansonsten ziemlich poppig das album. aber die stimme von matt davies is so sympathisch da erträgt man das. aber wies nunmal im leben is, es wird wohl nie mehr wies einmal war (:

von man alive 29.02.2012 08:29

dass das beste lied (man alive) beim review unerwähnt bleibt, finde ich schade

Autor

Bild Autor

Wencke

Autoren Bio

fragt mich selbst...

Suche

Social Media