Plattenkritik

Futile - S/T

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 20.03.2007

 

Ach, wie herrlich! Die sechs Songs des Südpfalzer Quartetts in allen Details zu beschreiben, gestaltet sich doch nicht einfach. Die Band, die erst seit 2006 zusammen Musik macht, gibt Einflüsse, wie Isis, Tool, Meshuggah und Deftones an und ich muss sagen, man darf sich ruhig mit jenen Künstlern vergleichen, denn FUTILE ist eine Kapelle, die auf hohem musikalischen Level fungiert, auch wenn ich die Gitarrensoli noch etwas simpel finde.
Ein schöner tragender Sound und progressive Elemente, machen Songs wie den Toll-lastigen ‚A Liar’s Confession’ zu einem Musikerlebnis der besonderen Art. Weit entfernt vom derzeitigen Trend-Core-Einheitsbrei, beschreiten FUTILE die Wege epischen Rocks, der sich durch einen überwiegend cleanen Gesang auszeichnet, der facettenreich und ansprechend von einem der beiden Gitarristen, Oliver, dargeboten wird. Auch textlich mag ich FUTILE, denn aus ihnen spricht mich ein Hauch Philosophie, gepaart mit den abstrakten Banalitäten des Alltags an. Ein ansprechendes, qualitativ hochwertiges Booklet, in denen man neben allen Texten auch Fotografien der Künstler finden kann. Gruppenfotos, wie Liveaufnahmen.

Mein derzeitiger Lieblingssong ist ‚Part Time Messiah’, der eine einzige emotionale und musikalische Eruption ist. Nur gegen Ende schwächt er etwas ab, aber man muss FUTILE zu Gute halten, dass sie es weitgehend schaffen, bei einer Durchschnittslänge ihrer Stücke von fast fünf Minuten, dennoch ein ziemlich abwechslungsreiches Konstrukt zu bieten.

Weniger gefällt mir, dass FUTILE zwar sicherlich den Tool Einfluss umsetzen können (natürlich nicht annähernd so gut, wie das Original, aber besser als andere Bands, die dieses versuchen), allerdings es doch nach einer abgespeckten Version des U.S. Quartetts klingt. Es könnte ein wenig der eigene Stil durchscheinen, sofern vorhanden. Dies dürfte den Herren mit Sicherheit nicht schwer fallen. Für eine Band, die erst seit so kurzer Zeit zusammen Musik macht, bilden sie dennoch schon eine starke Einheit und auch wenn es den Songs noch an einem Wiedererkennungswert der Güteklasse A fehlt (ohne ihren Namen zu wissen, hätte ich wohl auf das neue Staind Album oder eben ‚nur’ eine Toolähnliche Band getippt), ist es erstaunlich und bemerkenswert, wieviel Qualität man hier schon liefert.


Tracklist
1. Fiend
2. Forces Of Hollow
3. A Liar’s Confession
4. The Masterpiece Of The Innocent Poet
5. Part Time Messiah
6. Solve

Autor

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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