Plattenkritik

Future Of The Left - The Plot Against Common Sense

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Release Date: 11.06.2012
Datum Review: 20.06.2012

Future Of The Left - The Plot Against Common Sense

 

Willkommen zurück FUTURE OF THE LEFT! Drei Jahre nach dem starken „Travels With Myself And Another“ melden sich die Waliser zurück. Im Gepäck haben sie ihr drittes Studioalbum „The Plot Against Common Sense“ und mit Jimmy Watkins und Julia Ruzicka zwei neue Bandmitglieder, die den Abgang von Kelson Mathias kompensieren und aus dem ehemaligen Trio ein Quartett machen.

Wie zu erwarten bekommt man von „The Plot Against Common Sense“ genau das, was die Cardiff stammende Band auch schon auf ihren beiden vorherigen Alben zelebrierte. Zusammengesetzt aus teilweise recht wirr wirkenden Songstrukturen und bissigen sozialkritischen Texten haben FUTURE OF THE LEFT 15 Lieder auf ihr neustes Album gepackt, welche sich schlecht einordnen lassen. Lo-Fi-Indie-Pop („Goals In Slow Motion“, „Sheena Is A T-Shirt Salesman“), Punk-Rock („Camp Cappuccino“) oder Noise-Rock („Robocop 4 – Fuck Off Robocop) – FUTURE OF THE LEFT wollen sich weiter nicht festnageln lassen und winden sich hakenschlagend um jede Kategorisierung. Drückender Bass, dröhnende Gitarren, hämmerndes Schlagzeug und auf dem einen oder anderen Song auch mal knarzige Synthesizer („A Guide To Men“) - So setzt sich sich auch weiterhin ein typischer FUTURE OF THE LEFT Song zusammen. Eine stilistische Weiterentwicklung ist dabei auf „The Plot Against Common Sense“ nicht zu sehen. Eher eine Verfeinerung des bisher gefahrenen Stils. Gerade in Verbindung mit den sarkastischen Lyrics, die mit mehr als einer Deutungsebene gesegnet sind, ergibt sich aber so eine runde Zusammenstellung.

FUTURE OF THE LEFT dürften ihre Fans mit diesem Album nicht enttäuschen. Angefangen beim epischen Cover-Artwork (inklusive Pinguin) bis zu den Texten der Band zieht sich Andy Falkous schräger Humor durchs Gesamtwerk. Er gibt der, sonst an einigen Stellen recht willkürlich wirkenden, Musik Tiefe und passt perfekt in deren Kontext. Manchmal hat man gar den Eindruck, dass die Musik nur geschrieben wurde um die Texte auszukleiden – Nicht anders herum.
Wer bisher Spaß an FUTURE OF THE LEFT hatte, wird ihn auch wieder mit „A Plot Against Common Sense“ haben. Alle die nicht wissen auf was sie sich hier einlassen werden 50 Minuten ordentlich durchgeschüttelt, von Andy Falkous angeschrien und mit angedeuteten Melodielinien verwirrt.

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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