Plattenkritik

GOMD - Middle Of The End

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Release Date: 11.06.2010
Datum Review: 23.06.2010

GOMD - Middle Of The End

 

Dem Wahren, Schönen, Unguten hätten GOMD ihre Platte auch nennen können. Stattdessen nennen sie sie wie sie eben nun heißt. Das Mitte vom Ende, man weiß es nicht so genau. Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende? Die Texte zeugen von einer anderen Stromrichtung. Von tiefster Traurigkeit, für welche es auch gar keiner umschweifender Umschreibungen benötigt. Jeder kennt sie zu genüge. Und dennoch kommt die Musik so wunderbar und einfach nur SCHÖN rüber.

Gute Musik kann auch mal aus Bremen kommen. Wunderbarer Indiepop aus der Stadt der Stadtmusikanten. Und keine Spur von Katzenjammer.

Denn auch das muss man manchmal sehen: In jeden Ende steckt ein neuer Anfang. GOMD klingen wirklich einfach nur unglaublich schön und man entwickelt eine tiefe Ambivalenz zu eben dieser Form der Musik. Eine wunderbare Frauenstimme, noch schöner und sanfter von Instrumentalisten unterstützt, schleichen sie sich leise aber mit Nachdruck in Hirn und Herz. Die Schönheit der Chance besangen schon Tomte, allerdings etwas grobmotorischer. Hier die neue Version, allerdings mit viel mehr Feingefühl und ohne das Bitter zu vergessen, welche das Süße noch süßer werden lässt. Pro Karies in den Gehörgängen! Süßkram ist bekanntermaßen auch eine gute Nervennahrung in harten Zeiten, wie z.B. In der Mitte vom Ende.

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Jule

Autoren Bio

wäre gern teil einer postfeministischen emopunkband/ verbalprimatin/ kuchenveganerin/ ich kann mir keine songtitel merken, selbst die meiner lieblingssongs vergesse ich.../ ich bin nicht betrunken, ich bin immer so/ fraujule.blogspot.de

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