Plattenkritik

GRAVE PLEASURES – Dream Crash

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 04.09.2015
Datum Review: 03.09.2015
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

01. Utopian Scream [3:37]
02. New Hip Moon [3:08]
03. Crying Wolves [5:08]
04. Futureshock [3:14]
05. Crisis [4:28]
06. Worn Threds [4:07]
07. Taste The Void [2:25]
08. Lipstick On Your Tombstone [3:45]
09. Girl In A Vortex [3:58]
10. Crooked Vein [6:09]
11. No Survival [3:58]

Band Mitglieder

 

Mat „Kvohst“ McNerney – Gesang
Linnéa Olsson – Gitarre
Valtteri Arino – Bass
Uno Bruinusson – Schlagzeug
Juho Vanhanen – Gitarre (live/Studio)

GRAVE PLEASURES – Dream Crash

 

 

Wenn es eine Band mit nur einer Platte geschafft hat, einen völlig eigenen, unvergleichbaren Sound zu kreieren, ist es um so schmerzlicher, wenn eben diese nach nur einem Album ihre Auflösung bekannt gibt. Im Falle vom BEASTMILK lässt der Schmerz aber dank der Nachfolgeband GRAVE PLEASURES und seinem Debüt „Dream Crash“ recht schnell nach.

 

Mit „Climax“ konnten BEASTMILK vor gut zwei Jahren ordentlich Aufsehen erregen. Ihr morbider Endzeitrock vereinte die Kuttenträgen, Jutetaschen-Hippster und Festival-Touristen. Doch nach dem relativ überraschenden Ende durch Ausstieg von Gitarristen Johan „Goatspeed“ Snell war es um BEASTMILK auch schon geschehen.

Nun präsentiert der verbliebene Ausnahme Sänger Mat „Kvohst“ McNerney zusammen mit seinem alten Gefährten Bassist Valtteri Arino mit GRAVE PLEASURES das Erbe. Gut, die Voraussetzung waren schon nicht schlecht. Denn neben der Gitarristin Linnéa Olsson (ex. THE OATH), Session-Gitarristen Juho Vanhanen konnte man auch den ehemaligen IN SOLITUDE Drummer Uno Bruniusson für die neue skandinavische Supertruppe hinzugewinnen. Dennoch klingen GRAVE PLEASURES trotz alter DNA nicht unbedingt wie eine nahtlose Fortsetzung des alten Sounds. Schon vom Opener an merkt der Hörer, dass McNerney und seine Gefährten sich deutlicher in Richtung Post Punk orientieren und weiter weg von ihren metallischen Wurzeln bewegen. Geblieben sind die unterkühlten, apokalyptischen Kulissen. GRAVE PLEASURES wissen, wie sie mit wenig Mitteln eine fesselnde Atmosphäre erschaffen, aus der man nicht entfliehen möchte. Besonders in den düsteren, melancholischen Nummern, wie dem Vorabsong „Crying Wolfes“ oder dem leicht hypnotischen „Worn Threds“, weiß das Quintett seine Stärken voll auszuspielen. Allen voran ein Mat McNerney dessen Ausnahmestimme wie eine Mischung aus einem jungen Glenn Danzig und Geddy Lee (RUSH) klingt und dem Songs von GRAVE PLEASURES das besondere Etwas verleiht. Zugeben, Nummern wie „Futureshock“ oder das poppige „Lipstick On Your Tombstone“ mögen auf den ersten Höreindruck gerade bei den alten BEASTMILK Hörern noch ein wenig gewöhnungsbedürftig wirken.

 

Sehr klar und angenehm reduziert produziert haben es GRAVE PLEASURES mit „Dream Crash“ definitiv geschafft, eine herausragende Goth Rock Post Punk „was-auch-immer“ Platte zu schreiben, die sicherlich einen der oberen Plätze in den Jahresbestenlisten verdient hat. Bleibt nur zu hoffen, dass Mat McNerney mit seiner neuen Band mehr Alben schreiben wird.

 

 

 

Autor

Bild Autor

Mulder

Autoren Bio

-

Suche

Social Media