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Galactic - Ya-Ka-May

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Release Date: 09.02.2010
Datum Review: 28.02.2010

Galactic - Ya-Ka-May

 

Ya-Ka-Mein, Ya Kamain, Yat-Ca-Mein, Yada Mein. Alles Synonyme für den Albumtitel, welcher wiederum der Name für eine multi-ethnische Nudelsuppe aus New Orleans ist. Normalerweise eine „Katersuppe“, die unter anderem Nudeln, Shrimps, Hühnchen, Roast Beef und fast immer ein hart gekochtes Ei enthält. Klingt wie ein wildes durcheinander, kann nach einer durchzechten Nacht aber sicherlich Wunder bewirken.

Das Album von GALACTIC liefert aber nicht den Soundtrack zum verkaterten Sonntagmorgen, sondern viel mehr für den Sonnabend. Das Album soll offensichtlich Spass machen und das schafft es auch über weite Strecken. Mit einer genauso wilden Mischung, wie die besagte Nudelsuppe im Titel. HipHop, Funk, Soul, Jazz und Blues sind hier die Hauptbestandteile, direkt aus dem Schmelztiegel von New Orleans.
Genauso liest sich auch die Gästeliste. Kleinlichst aufgelistet wird jeder Musiker jeweils dem Song zugeordnet, welchen er verfeinern durfte. Hier geht es von Namen wie Big Freedia über bekannte Größen, wie der Rebirth Brass Band, zu New Orleans Helden wie Allen Toussaint.

„You gonna see my tonight, as you have never seen me before“ heißt es im Intro. Nun könnte man diese Aussage als schamlose Lüge abkanzeln. Neu ist hier nichts, man hat alles irgendwie schon gehört. GALACTIC kann den verschiedenen Genres keine neue Facetten abgewinnen. Die Lieder mit Big Freedia und Katey Red & Sissy Nobby sind sogar fiese HipHop Stücke im Shake Your Booty Stil. Die hätten sich die Fünf gerne sparen können.

Umso schöner sind dafür die Stücke, die sich mehr den klassischen New Orleans Genres widmen. Die Rebirth Brass Band leistet hier ganze Arbeit, denn die Lieder würden jeder ordentlichen Mardi Gras Party oder auch einem einfachen Grillabend gut stehen.
Bei Liquor Pang scheint die Band sich wiederum aus dem Sumpf von New Orleans zu ziehen, so schön dreckig wird hier der New-Orleans-Blues modern zitiert.

Im ganzen ein ordentliches Süppchen, was keine neue Geschmacksexplosion auslöst, aber trotzdem geschmeidig in die Speiseröhre wandert. Leider besitzt sie nur ein paar Zutaten, die schwer im Magen liegen.

Tracklist:

1. Friends of Science
2. Boe Money (feat. The Rebirth Brass Band)
3. Double It (feat. Big Freedia
4. Heart of Steel (feat. Irma Thomas)
5. Wild Man (feat. Big Chief Bo Dollis)
6. Bacchus (feat. Allen Toussaint)
7. Katey vs. Nobby (feat. Katey Red and Sissy Nobby)
8. Cineramascope (feat. Trombone Shorty and Corey Henry)
9. Dark Water (feat. John Boutte)
10. Do It Again (feat. Cheeky Blakk)
11. Liquor Pang (feat. Josh Cohen and Ryan Scully)
12. Krewe d'etat
13. You Don't Know (feat. Glen David Andrews and The Rebirth Brass Band)
14. Speaks His Mind (feat. Walter „Wolfman“ Washington
15. Do It Again (Again) (feat. Cheeky Blakk)

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Kilian

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