Plattenkritik

Ghost - Opus Eponymus

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Release Date: 18.10.2010
Datum Review: 23.11.2010

Ghost - Opus Eponymus

 

Okkult Rock/ Metal boomt. Bands wie WATAIN und THE DEVIL'S BLOOD stehen in den Soundchecks der Metalmainstreamjournalie weit vorne oder sind Headliner auf dem RockHard- und Party.San-Festival. Aus Schweden kommen nun GHOST, mit ihrem Debütalbum „Opus Eponymus“. Musikalisch lassen sich GHOST perfekt in eine Reihe mit JEX THOTH oder den schon erwähnten THE DEVIL'S BLOOD stellen – jedoch mit männlichem Sänger. Das heißt von den siebzigern beeinflusster Psychedelic Rock, der einen hohen Popappeal aufweist und mit seinen Melodien begeistern kann.
Mit „Deus Culpa“ steht dem Album ein Orgelintro voraus, welches direkt in das erste richtige Lied „Con Clavi Clon Dio“ übergeht. Ein munterer 70er Rocker, der vor allem durch seinen bemerkenswerten Gesang und die drückende Bassline zu überzeugen weiß. Am Ende des Songs steht ein Gitarrensolo, das auch in einem Black-Metal Song nicht schlecht aufgehoben gewesen wäre. Mit „Ritual“ und „Elizabeth“ folgen nun zwei Songs die bereits auf der „Elizabeth“ EP dieses Jahr veröffentlicht wurden. Beides eher im Midtempo gehaltene Lieder, die in ihren hymnischen Refrains ihre volle Wirkung entfalten. Ein Merkmal dieses Albums sind gerade diese, die meist wie Beschwörungsformeln vom unbekannten Sänger interpretiert werden. Durch das ganze Album ziehen sich fesselnde Gitarrensoli, an denen man sich nicht satt hören kann und die den einzelnen Songs ihren eigenen Charakter geben.
Insgesamt ist „Opus Eponymus“ ein Album geworden, was dem geneigten Hörer das Herz – besser, die Hölle – öffnet. Liebevoll bis ins kleinste Detail orchestriert und mit einem eigenen Charakter und einem speziellen mystischem Charme versehen, rocken sich GHOST durch die neun Songs. Danach möchte man sofort wieder auf die „Play“-Taste drücken und dem Satan noch einmal huldigen – oder einfach nur schöne Musik genießen. Mit GHOST gibt es jedenfalls einen neuen Herausforderer in der Okkult-Rock-Ecke gegen den sich die Holländer von THE DEVIL'S BLOOD in Zukunft warm anziehen müssen (und der, wenn nicht viel schief läuft, in den einschlägigen Zeitschriften ihren Zuspruch finden werden)


Tracklist:

01. Deus Culpa
02. Con Clavi Con Dio
03. Ritual
04. Elizabeth
05. Stand By Him
06. Satan Prayer
07. Death Knell
08. Prime Mover
09. Genesis

Alte Kommentare

von Anonymous 23.11.2010 13:04

Ganz nett das Album, aber kommt nicht an die Klasse von The Devil's Blood ran. Und wieso im Einleitungssatz von Watain die Rede ist, wo diese doch Black Metal spielen, ist fraglich... Insgesamt genommen ist das Album zu glatt und zu lieb. Würde 6/10 Punkte zücken.

von Ecletus 23.11.2010 18:48

endlich anhören, bin gespannt drauf.

von Mastei 23.11.2010 18:51

@Anonymous: Im Einleitungssatz ist deshalb von Watain die Rede, da es in ihm allgemein um Bands mit okkultem Background geht.

von wobei 24.11.2010 13:05

ich in diesem fall denke und hoffe das es diesen ganzen antikosmos scheiss ordentlich auf die schippe nimmt!!! das bild ist hier wirklich ins extremste überzeichnet und scheint wie eine TDB kopie.

von Mastei 24.11.2010 14:00

Naja, Kopie nicht gerade, denn sie spielen viel eingängigere Musik als TDB imo - bei TDB's letztem Album musste man sich erst reinhören, hier bleibt sofort etwas hängen. Im anderen Punkt mit der Überzeichnung kann ich dir nur Recht geben. Alle Interviews die ich bisher gelesen hab deuten darauf hin, dass die Musiker entweder noch eine Schippe auf die Anti-Kosmos-Spinnereien der anderen Bands drauflegen oder das Ganze ein bisschen auf den Arm nehme. Ich befürchte aber eigl das erste!

von wobei 24.11.2010 18:37

@ mastei: hat sich auch mehr auf das konzept und nur etwas auf die musik bezogen (wobei auch diese ähnlich gestrickt ist). ich kann aber wirklich nicht glauben (oder nur hoffen), dass das auch nur anstzweise ernst gemeint ist. ich meine das ganze ist so überzeichnet...locker zitiert:"unsere organistion braucht einen kunstbeauftragten ;) "

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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